MARKETING & MEDIA
Österreichs Medien gehen mit größtem Engagement in „Digitale Transformation“ © RTR
© RTR

Redaktion 23.11.2022

Österreichs Medien gehen mit größtem Engagement in „Digitale Transformation“

RTR Medien fördert erstmalig 195 Projekte aus Mitteln des Fonds zur digitalen Transformation.

WIEN. Innerhalb der ersten Einreichphase des neu geschaffenen Fonds zur Digitalen Transformation wurden 278 Förderanträge gestellt. „Die Zahl der Einreichungen zeigt, welcher Bedarf nach Innovation und digitaler Transformation in der Medienbranche gegeben ist. Den Förderrichtlinien folgend können wir einen überwiegenden Anteil davon bewilligen.“, kommentiert Wolfgang Struber, Geschäftsführer des Fachbereichs Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR Medien), die heutige Veröffentlichung der Förderentscheidungen zum Transformationsfonds. „Dass die heuer zur Verfügung stehenden Fördermittel dabei ausgeschöpft sind, ist ein weiterer Beleg für die Innovationskraft und das Engagement der heimischen Medienhäuser.“

Die Eingänge der Förderanträge wurden von Seiten der Förderabteilung der RTR auf Vollständigkeit und Richtigkeit sowie auf Kriterienerfüllung, Digitalisierungseffekt und Wirtschaftlichkeit geprüft. Auf Basis der Vorprüfung des Hauses mussten 32 Förderanträge ausgeschlossen werden, weil sie den Kriterien nicht entsprochen haben. Acht Förderansuchen wurden von den Förderwerberinnen und Förderwerbern selbst zurückgezogen. 24 Förderansuchen wurden aufgrund der Überschreitung der absoluten Förderhöchstgrenze im Unternehmensverbund und 19 aufgrund der ausgeschöpften Budgetmittel abgelehnt. Formalfehler wurden den Antragstellern für eine mögliche Neueinreichung bereits mitgeteilt. Eine interne Taskforce wurde auf Anregung der Geschäftsführung eingerichtet, um Kennzahlen entlang der Richtlinien zu definieren. „Die Förderabteilung, sowie die interdisziplinäre Arbeitsgruppe hat mit Effizienz und Besonnenheit Großartiges geleistet und ich kann allen Beteiligten nur meine Hochachtung und Anerkennung aussprechen.“, so Struber. „Nur so konnte eine Entscheidungsgrundlage geschaffen und die Anzahl an Einreichungen bewältigt werden.“

Zur Seite stand der Geschäftsführung darüber hinaus der Fachbeirat, der in der Fachbeiratssitzung sowie mit seiner Stellungnahme maßgeblich Einfluss auf die Entscheidung genommen hat. „Ich möchte mich dabei auch ausdrücklich für die ausgesprochen konstruktive und konsensuale Zusammenarbeit mit den Experten des Fonds-Fachbeirats bedanken, die uns mit einstimmigen Beschlüssen hervorragend unterstützt haben“, fügt Struber hinzu.

„Die Anzahl und Vielfalt beantragter Förderprojekte und Maßnahmen, mit denen sich die Medienhäuser dem Erfordernis der digitalen Transformation stellen, ist beeindruckend. Mit dieser erstmaligen Vergabe von Mitteln aus dem Fonds zur digitalen Transformation wird ein bedeutender Schritt gesetzt, um diese, für den Medienstandort Österreich so wichtige Aufgabe zu bewältigen“, sagt Markus Fallenböck, Vorsitzender des Fachbeirates. „Mein Dank gilt der hervorragenden, konstruktiven Zusammenarbeit zwischen dem Team der RTR Medien um Wolfgang Struber und den Mitgliedern des Fachbeirats, namentlich der stellvertretenden Vorsitzenden Marie Ringler sowie den Beiräten Amra Ducic, Helmut Peissl und Michael Ulrich“, so Fallenböck weiter.

Der am 14. April 2022 gesetzlich bei der RTR Medien eingerichtete „Fonds zur Förderung der digitalen Transformation“ stellt dem österreichischen Medienmarkt staatliche Mittel zur Förderung des Auf- und Ausbaus des digitalen Angebots und damit zum Erhalt der heimischen Medien- und Meinungsvielfalt zur Verfügung. Vor dem Hintergrund eines globalen Wettbewerbsumfeldes, das in erheblichem Maß Wertschöpfung aus dem österreichischen Medienmarkt abzieht, einem sich verändernden Mediennutzungsverhalten durch die Konsumentinnen und Konsumenten und der sich spürbar eintrübenden Konjunkturlage insgesamt, ist die Medienbranche einem Innovationsdruck ausgesetzt, der im gebotenen Zeitrahmen nicht allein aus dem Markt refinanzierbar ist. Im heurigen ersten Jahr hat der Gesetzgeber den Transformationsfonds daher mit 54 Millionen Euro ausgestattet. Ab 2023 wird die Förderung mit einem Budget von jährlich 20 Millionen Euro fortgeführt. Dabei werden nach strengen Richtlinien Projekte privater Medienunternehmen unterstützt, die ihre Angebote auf das österreichische Publikum ausrichten und in den Bereichen „Digitale Transformation“, „Digital-Journalismus“ oder „Jugendschutz und Barrierefreiheit“ Innovationen umsetzen oder eine „Anreizförderung“ zur Entwicklung von Projekten in Anspruch nehmen wollen.

Die nun mit der erstmaligen Vergabe aus dem Transformationsfonds geförderten Medienunternehmen und die Fördersummen sind vollumfänglich transparent auf der Website der RTR unter https://www.rtr.at/FDT-Entscheidungen veröffentlicht. Dabei fließen in Summe 34,875.906 Millionen Euro in Projekte zur Digitalen Transformation, 1,346.909 Millionen Euro in Aus- und Fortbildung im Bereich Digital-Journalismus und 269.457 Euro für Entwicklungen zu Jugendschutz und Barrierefreiheit. 16,462.398 Millionen Euro werden als Anreizförderung für die Entwicklung von Projekten eingesetzt. Details der Projekte werden zur Wahrung der Geschäftsinteressen der Medienhäuser nicht dargelegt.

Das nächste Einreichfenster für das Jahr 2023 ist vom 23. November bis 15. Dezember 2022 geöffnet. Das dafür eigens gestaltete Web-Portal kann von Förderwerberinnen und Förderwerbern über das eRTR-Portal aufgerufen werden.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL