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Ramona Zmolnig vertritt Österreich bei EU-Antikorruptionsprojekt © Sebastian Philipp

Ramona Zmolnig

© Sebastian Philipp

Ramona Zmolnig

Redaktion 17.07.2019

Ramona Zmolnig vertritt Österreich bei EU-Antikorruptionsprojekt

Die Public Affairs-Beraterin der Agentur communication matters unterstützt künftig die EU-Kommission beim Kampf gegen Korruption in den Mitgliedstaaten.

WIEN. Das „Ibiza-Video“ und die Audio-Mitschnitte aus dem Moskauer Hotel Metropol sind wohl nur die Spitze des Eisbergs: Korruption ist mehr denn je ein Thema in der Politik. Um Korruption in Zukunft wirksam zu bekämpfen, holt sich die Generaldirektion für Migration und Inneres der EU-Kommission zusammen mit dem internationalen Forschungs- und Beratungsunternehmen Ecorys Unterstützung aus den Mitgliedstaaten: Je zwei Experten pro EU-Mitglied werden über nationale Antikorruptionsmaßnahmen und Entwicklungen Bericht erstatten sowie Analysen erstellen und Empfehlungen für künftiges Vorgehen auf nationalstaatlicher Ebene ausarbeiten. Für Österreich wird diese Aufgabe Ramona Zmolnig übernehmen, Senior-Beraterin für Public Affairs bei der Wiener PR- und Public Affairs-Agentur communication matters.

Korruption schadet Wirtschaft und Gesellschaft
Zmolnig beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit Korruptionsforschung. An der University of Pennsylvania absolvierte sie eine Fortbildung im Bereich Antikorruption, ihre Forschungsergebnisse präsentierte sie auf mehreren internationalen Konferenzen. Darüber hinaus publizierte sie einen Forschungsartikel über die Auswirkungen politischen Framings auf legislative Antikorruptionsmaßnahmen im Fachjournal „Crime, Law and Social Change“. Auch in ihrer Tätigkeit als Public Affairs-Beraterin widmet sich Zmolnig unter anderem dem Thema Antikorruption und Compliance in Unternehmen und Organisationen.

„Mittlerweile ist unbestritten, dass Korruption nicht nur das Vertrauen in eine unabhängige Verwaltung und in demokratische Institutionen schädigt, sondern auch zu Umverteilungseffekten führt, einen fairen Wettbewerb verunmöglicht und somit der Wirtschaft und Gesellschaft als Ganzes schadet“, erklärt Zmolnig. Sie wolle in ihrer Rolle als Expertin für die EU-Kommission dazu beizutragen, (legislative) Antikorruptionsmaßnahmen effektiv und nachhaltig zu stärken. „Korruption beinhaltet in ihrem Kern immer auch die Frage nach Gerechtigkeit – insofern freue ich mich sehr, einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit leisten zu können“ (red)

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