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Steuergerechtigkeit: WK Wien startet neue Kampagne © APA/Georg Hochmuth

Walter Ruck

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Walter Ruck

Redaktion 13.05.2019

Steuergerechtigkeit: WK Wien startet neue Kampagne

Präsident Walter Ruck fordert fairen Steuerbeitrag von internationalen Konzernen und Shared Economy - Kampagnenstart für „Unternehmerinnen und Unternehmer wollen Antworten“.

WIEN. Am 5. Mai 2019 startet die Kampagne der Wirtschaftskammer Wien, die den Handlungsbedarf der Politik zu mehr Steuergerechtigkeit gegenüber Unternehmern in den Mittelpunkt stellt. „Die Wiener Unternehmer haben genug davon, dass internationale Konzerne am österreichischen Markt satte Gewinne erwirtschaften, aber kaum Steuern zahlen – während sie selbst durch eine der höchsten Abgabenquoten Europas erdrückt werden“, erklärt Ruck. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe sind der Abgabenlast voll ausgeliefert. „Die Friseurin von nebenan hat keine Briefkastenfirma in fernen Ländern, die ihr beim Steuersparen hilft. Sie muss zahlen, jeden einzelnen Euro auf ihren hart erarbeiteten Gewinn“, sagt Ruck. Die Politik werde daher aufgefordert, Steuerschlupflöcher endlich zu schließen und internationale Konzerne genauso zur Kassa zu bitten wie die heimischen Betriebe.

Kampagne für mehrere Monate

Testimonial für die zunächst bis Ende September geplante TV- und Online-Kampagne ist der Unternehmer Gerhard Brammen, der gemeinsam mit seinem Bruder einen Autohandel mit angeschlossener Kfz-Werkstatt betreibt. „Wann geht bei der Steuergerechtigkeit wirklich was weiter, liebe Politiker?“, fragt Brammen im Spot – von jahrelangen, leeren Versprechen der Politik sichtlich genervt. „Brammen steht für die hunderttausenden Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich von der Politik nicht länger vertrösten lassen wollen“, sagt Ruck. Die Wirtschaftskammer Wien fordert daher, dass Österreich gemeinsam mit anderen Staaten den Steuervermeidungsstrategien der internationalen Konzerne entschlossen den Kampf ansagt, Steuerschlupflöcher schließt und die Shared Economy – und zwar die Plattformen wie auch die Anbieter – in die Pflicht nimmt. (red)

Die TV-Sports vorab zu sehen gibt es unter: www.wir-wollen-antworten.at

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