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Was fehlte, war eine offene Plattform © Marion Luttenberger

Founders Die beiden Festival-Gründer Thiemo Gillissen (l.) und Stefan Stücklschweiger.

© Marion Luttenberger

Founders Die beiden Festival-Gründer Thiemo Gillissen (l.) und Stefan Stücklschweiger.

Redaktion 07.06.2019

Was fehlte, war eine offene Plattform

Festival-Gründer Stefan Stücklschweiger über die Anfänge und warum das richtige Team über den Erfolg entscheidet.

GRAZ. 2010 lernten sich Stefan Stücklschweiger und Thiemo Gillissen in einem Co-Working-Space in Graz kennen. Thiemo hatte gerade die Schule geschmissen und arbeitete als Websiteentwickler, Marketingmann Stefan half mit, die Coupon-Plattform Daily Deal hochzuziehen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb, und beschlossen, gemeinsam etwas zu machen – allein was, war damals noch nicht ganz klar.

Skills und Mindsets der beiden ergänzten sich jedenfalls perfekt: Auf der einen Seite der rationale Entwickler, auf der anderen der emotionale Vollblutmarketer und Vertriebs­profi – ein optimales Team. „Mit dem richtigen Team kannst du alles erreichen”, ist Stefan Stücklschweiger überzeugt. „Da wir damals so gut wie keine Kontakte hatten, versuchten wir, ein Netzwerk aufzubauen.” Die beiden besuchten also viele verschiedene Konferenzen und versuchten, Kontakte zu knüpfen, gaben aber bald ernüchtert auf. „Es war schier unmöglich”, sagte Stefan Stücklschweiger. „Alle Veranstaltungen, die wir besuchten, riegelten sich ziemlich rigoros gegen Neuzugänge ab. Es fühlte sich an, als wären wir zum falschen Klassentreffen gegangen.”

Neuer Event zur Vernetzung

„Unsere kurzfristige Frustration schlug recht schnell in die Überzeugung um, dass wir einen neuen Event machen müssen, bei dem sich Menschen kennenlernen und vernetzen können”, erklärt Fifteen Seconds-Gründer Stücklschweiger.

Wie häufig bei Visionen, waren die ersten Mitstreiter Idealisten, die von der Idee begeistert waren. Und so hoben die beiden Gründer mit der Hilfe von drei Freiwilligen 2014 den ersten Marketing Rockstars-Event aus der Taufe. Der Rest ist bekannt.

Das richtige Team

Dass das Team das richtige war, zeigt sich auch daran, dass zwei der drei „Taufpaten” heute noch zum Kernteam von Fifteen Seconds zählen: Anna Brunner hält die Fäden zum Thema Experience in der Hand, und Nino Groß verantwortet die Kommunikation des Festivals. Dem Wachstum des Events entsprechend, ist das Team mittlerweile auf 18 Angestellte angewachsen.

Beim Recruiting lege man mehr Wert auf das richtige Mindset als auf Skills, sagt Stefan Stücklschweiger. Denn wer bei Fifteen Seconds im Team sei, müsse dafür brennen und in die Kultur hineinpassen. „Es gibt bei uns kein vordefiniertes Set an Prozessen. Jede und jeder ist aufgefordert, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und eigene Lösungen zu entwickeln.”

Haltung mit Leitbild

Weil es bei Fifteen Seconds auch darauf ankommt, Haltung zu haben und dazu zu stehen, hat man sich ein Leitbild verpasst, das die gute Zusammenarbeit sicherstellen soll. Darin wird etwa der Mensch über den Profit gestellt und die Idee über das Ego. „Die oberste Maxime von Fifteen Seconds ist, neugierig zu bleiben”, erklärt Stefan Stücklschweiger. Und das geht nur in einem Umfeld, in dem jeder gern sein Bestes gibt.

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