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Wider den Kodak-Moment © BFI Wien
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Redaktion 19.07.2018

Wider den Kodak-Moment

Fachkräftemangel ist der größte Hemmschuh in Sachen Innovation in Österreich. Das BFI Wien will mit einem eigenen Lehrgang Abhilfe schaffen.

WIEN. „Die Welt hat sich nie schneller verändert als heute und wird sich wahrscheinlich nie wieder so langsam verändern“, erklärte die ehemalige Innovationschefin des Musik-Streamingdienstes Spotify, Sofie Lindblom, unlängst in einem Vortrag vor deutschen Studierenden. Was sich wie eine stereotype Grußfloskel – quasi „so jung kommen wir nicht mehr zusammen“ – liest, ist für manche zur bitteren Pille der Geschäftsrealität geworden.

Siehe Kodak! Weil der Fotoausrüster den Aufsprung auf den Digitalzug verpasst hat, rutschte man vom Weltmarktführer in die Pleite. Die Ironie an dieser Geschichte: die erste digitale Fotokamera entwickelte ein Kodak-Mitarbeiter.

Nun muss es nicht immer gar so drastisch ausfallen, wie im Falle Kodaks. Dennoch sind Unternehmen gut beraten, wenn Sie ein Auge für innovative Geschäftsideen oder Technologien offen haben, neue Märkte erschaffen oder bestehende Märkte umkrempeln. Einziger Haken an der Geschichte: Laut Umfrage der Statistik Austria fehlt es den Unternehmen an Innovatoren – sprich: dem Personal, das nicht nur die passende Geisteshaltung, sondern auch die innovationsfördernden Fertigkeiten mitbringt. Und wie die Zahlen weiter ausführen, fallen die Unternehmen damit um wertvolle Einnahmequellen um: So entfielen 2016 nicht weniger als 12,6 % aller Umsätze auf Produktinnnovationen.

„Eine erkleckliche Zahl an Unternehmen lässt dieses Potenzial ungenutzt auf der Straße liegen“, erklärt Martin Gießwein, Leiter des Diplomlehrgangs Innovationsmanagement am BFI Wien. Denn: „Innovationskraft und die Werkzeuge, um Innovation strukturiert und gewinnbringend für das eigene Unternehmen nutzen zu können, sind erlernbar – und das auch noch in wirklich überschaubarer Zeit“.

Wie, das zeigt das BFI Wien im gemeinsam mit dem ÖBB Open Innovation Lab, den Casinos Austria, WhatAVenture und dem Autor und Unternehmensberater Mario Herger entwickelten Diplomlehrgang. Neben der Vermittlung eines neuen Blickwinkels auf die Ideenfindung steht in dem zweimonatigen Programm vor allem die Lösung konkreter Probleme aus dem unternehmerischen Alltag im Vordergrund: „Wir laden jedes Unternehmen ein, mit ganz konkreten Problemen, die mit konventionellen Methoden nicht lösbar sind, in den Lehrgang zu kommen. Der vermittelte Werkzeugsatz an kreativen Innovationsmethoden ist Silicon Valley-erprobt und natürlich am besten im Livebetrieb vermittelbar“, so Gießwein. Als weiteren Benefit des Lehrgangs streicht er den Aufbau eines spannenden Netzwerks weiterer „Innovationswilliger“ sowie die geringe Anzahl an Präsenzzeit hervor: Den Großteil des Stoffes kann man sich dank Blended Learning in freier Zeiteinteilung zu Hause aneignen.

„Firmen, die auf Innovationsmanagement setzen und sich trauen, Personen einzustellen, die auch mal verrückte Ideen oder unpopuläre Dinge äußern – also Rule Breaker sind – visionär und risikobereit sind, stellen die Weichen für ein zukunftsorientiertes, strategisches Management. Und wer will sich diesen Wettbewerbs- und Umsatzvorteil tatsächlich entgehen lassen“, so der Lehrgangsleiter abschließend. Weitere Informationen zum Lehrgang finden Sie hier. (red)

Bitte sehen Sie auch den nachstehenden Info-Trailer:

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