WIEN. Die ab 1. September EU-weit für alle neuen Pkw geltenden Abgas-Messregeln WLTC bringen aus Sicht der Arbeiterkammer (AK) auch keine genaue Auskunft über Spritverbrauch und CO2-Ausstoß. Weiter werde es 20 Prozent Abweichung zwischen Messwerten und Realverbrauch geben, schätzt die AK. Die Regierung solle sich auf EU-Ebene für geringere Abweichungen und Informationspflichten der Autoindustrie einsetzen.
Abweichungen von Prospektangaben und Realverbrauch von durchschnittlich 20 Prozent seien „nicht hinnehmbar“, die neuen Messregeln (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) müssten schnell bewertet und weiter verbessert werden, so AK-Verkehrsexperte Franz Greil vor wenigen Tagen in einer Aussendung. Nach wie vor seien die Spritkosten eines neuen Autos für den Käufer unkalkulierbar, und auch über die Umweltbelastungen eines Neuwagens erfahre der künftige Käufer weiter zu wenig.
Zudem müsse die Autoindustrie dazu verpflichtet werden, so realistisch wie möglich zu informieren, fordert die AK. Dass dies möglich sei, zeige laut AK etwa der französische PSA-Konzern, der freiwillig realistische Messwerte im Internet anbiete. (jz)
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