REAL:ESTATE
Die Immo-Glaskugel © Engel & Völkers Graz

Überdurchschnittlich könnten die Immobilienpreise in guten Lagen und rund um die Ballungszentren Wien, Graz (Bild) und Linz steigen.

© Engel & Völkers Graz

Überdurchschnittlich könnten die Immobilienpreise in guten Lagen und rund um die Ballungszentren Wien, Graz (Bild) und Linz steigen.

Redaktion 16.09.2022

Die Immo-Glaskugel

Engel & Völkers prognostiziert eine gesunde Marktregulierung bei Wohnimmobilien und Dämpfer im Bereich Commercial.

WIEN. Sowohl die Nachfrage als auch die Preise sind bei Eigentumswohnungen und -häusern in ganz Österreich 2021 sowie im ersten Halbjahr 2022 gestiegen, verdeutlicht der Engel & Völkers-Marktbericht 2022 für Wohnimmobilien in Österreich. Bedingt war dies durch das knappe Angebot und die verringerte Neubautätigkeit. Und 2023?

Blick ins kommende Jahr

„Für 2023 gehen wir – je nach Lage – von Preissteigerungen auf moderatem Niveau aus. Durch die erschwerten Finanzierungsbedingungen und gestiegenen Zinsen ist in mittleren und einfachen Lagen zukünftig mit einer reduzierten Nachfrage zu rechnen. In den beliebtesten Lagen des Landes ist weiterhin mit Preissteigerungen und einem Nachfrageüberhang zu rechnen. Generell ist aber eine Abflachung der Preiszuwächse zu erwarten, was letztlich eine Rückkehr zu einem ausgeglichenen Immobilienmarkt mit gesunden Verhältnissen führen wird”, so Sylvia Verdorfer, Engel & Völkers-Gebietsleiterin für Österreich.

Gewerbeimmobilien

Nicht nur die nach oben zeigende Zinsentwicklung wirke sich dämpfend auf die Preisentwicklung des Gewerbeimmobilienmarkts aus, meint Christian Sommer, Geschäftsführer von Engel & Völkers Commercial Wien. „Die Pandemie hat zu Lieferkettenproblemen geführt, die nicht nur Preissteigerungen, sondern auch eine Ressourcenknappheit verursacht haben. Diese Punkte erschweren in der Projektentwicklung die Erstellung einer verlässlichen Kalkulation und erhöhen somit das kaufmännische Risiko enorm.”

Ein Lösungsansatz sei die Diversifikation in renditestärkere Assetklassen. Besondere Investitionsschwerpunkte bilden der Logistikbereich, der Bürobereich und der Einzelhandel, sowie wieder verstärkt auch Hotel­immobilien. (hk)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL