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Gegen Verknappung © IG Lebenszyklus Bau

Kradischnig, Wenger-Oehn, Reittinger, Grossmann, Ostermayer, Stangl, Friedl, Achammer, Madreiter, Grim, Baert, Ulm, Wolfinger, Fink, Reisinger, Thewanger, Lindner, Harnoncourt-Unverzagt, Heid (v.l.).

© IG Lebenszyklus Bau

Kradischnig, Wenger-Oehn, Reittinger, Grossmann, Ostermayer, Stangl, Friedl, Achammer, Madreiter, Grim, Baert, Ulm, Wolfinger, Fink, Reisinger, Thewanger, Lindner, Harnoncourt-Unverzagt, Heid (v.l.).

Redaktion 22.03.2019

Gegen Verknappung

Was das lebenszyklusorientierte Gebäude in seinem Umfeld braucht: Mobilität, Nachhaltigkeit und Vernetzung.

WIEN. Mit einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde aus Vertretern öffentlicher und privater Bauträger leitete die IG Lebenszyklus Bau vor Kurzem ihr Arbeitsjahr 2019 ein.

Bisher auf das einzelne Gebäude fokussiert, richtet der Verein seine Aufmerksamkeit nun verstärkt auf das Gebäudeumfeld. „Derzeit wird die gebäudeübergreifende Vernetzung massiv verhindert, weil das Quartierdenken bei den verschiedenen Stakeholdern noch nicht angekommen ist,” sagt Christoph M. Achammer, ATP architekten ingenieure.
„Vernetzung hat viel mit Mobilität zu tun und soll Verknappung entgegenwirken”, erklärt Thomas Madreiter, Planungsdirektor der Stadt Wien. „Um wirklich effizient zu sein, müssen wir den Gebäudelebenszyklus in ein holistisches Ganzes einbetten. Es braucht ein optimales systemisches Umfeld, damit einzelne Maßnahmen Sinn machen.”
„Ganzheitliche Sichtweise bedeutet, dass wir unseren Fokus vom einzelnen Gebäude auf ganze Stadtteile ausweiten müssen – und wir müssen auch von sozialer Vernetzung sprechen, die sich mit liegenschaftsübergreifenden Gemeinschaftsflächen forcieren lässt”, ergänzt Josef Ostermayer, Generaldirektor der Sozialbau AG.

Nachhaltige Quartiere

Ziel ist ein „nachhaltiges Quartier in einer lebenswerten Stadt”. Unter der Fragestellung „Wer und was muss wann und wie miteinander vernetzt werden?” erarbeiten Bauherren, Stadtplaner, Stadtentwickler, Energieversorger und Konsulenten daher in der von Klaus Reisinger, iC Consulenten, und Margot Grim, e7, geleiteten Arbeitsgruppe eine Vision einer nachhaltigeren Stadt. Ausgangspunkt ist dabei ein ideales Gebäude, das selbstständig mit anderen, ebenso „smarten” Gebäuden kommuniziert.

„Wir wollen nachhaltige Lebensräume mit multifunktionellen Einheiten schaffen – das ist durchaus eine Kraftanstrengung, die sich aber lohnen wird”, ist Peter Ulm, Vorstand 6B47 Real Estate Investors AG, überzeugt. Ausgehend vom hohen Ressourcenverbrauch der Baubranche, werden unter der Leitung von Christoph M. Achammer und Karl Friedl, M.O.O.CON, innovative Konzepte rund um den Verbrauch an Grund und Boden, über die Wiederverwendbarkeit von Baumaterialien bis zu den durch gebaute Strukturen ausgelösten Verbräuchen in der Nutzung, erarbeitet. Weitere Schwerpunktthemen sind hybri­des Projektmanagement und Implementierung von Lebenszyklen in Genehmigungsverfahren. (pj)

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