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Höhere Preise im engeren Markt © EHL Immobilien

EHL-GF Michael Ehlmaier„Es ist sicher sinnvoll, schon jetzt die Auswirkungen von Zukunftstrends wie insbesondere den Anstieg der lärm- und emissionsarmen Elektromobilität zu antizipieren.”

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EHL-GF Michael Ehlmaier„Es ist sicher sinnvoll, schon jetzt die Auswirkungen von Zukunftstrends wie insbesondere den Anstieg der lärm- und emissionsarmen Elektromobilität zu antizipieren.”

Redaktion 06.07.2018

Höhere Preise im engeren Markt

Das Zinshaus-Business schloss in den ersten Monaten 2018 nahtlos an die gute Performance des Vorjahres an.

WIEN. Das Transaktionsvolumen bei Zinshäusern entwickelt sich weiter stabil, und es ist davon auszugehen, dass der Vorjahreswert von 1,35 Mrd. € heuer wieder erreicht werden kann.

Die Anzahl der Deals ist dabei weiterhin rückläufig. 2017 wurden 495 Deals abgeschlossen – ein Minus von 17,5% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Die durchschnittliche Transaktionsgröße ist hingegen weiter gestiegen.

Um keinen Preis verkaufen …

Vor allem der Anteil der Objekte zwischen sechs und zehn Mio. € ist von 16 auf 24% des Gesamtmarkts gestiegen, die kleineren Objekte (bis 6 Mio.) und auch das Spitzensegment (mehr als 10 Mio. €) verloren hingegen Marktanteile.

Das Transaktionsvolumen 2017 hat sich trotz der weiter steigenden Preise, die im Vergleich zu 2016 bei ähnlicher Lage- und Objektqualität um bis zu 15% zulegen konnten, leicht rückläufig entwickelt.
Das hohe Preisniveau ist nämlich nur für eine relativ kleine Gruppe von Investoren ein Anreiz, zu verkaufen. „Derzeit wollen die meisten Privatinvestoren ebenso wie Banken und Versicherungen trotz des hohen Preisniveaus geradezu im Wortsinn um keinen Preis verkaufen”, erklärt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „Zahlreiche Investoren, die durchaus bereit sind, marktadäquate Preise zu bezahlen, kommen daher insbesondere dann, wenn sie nur in Bestlagen suchen, lange Zeit nicht zum Zug – und das zu geringe Angebot bremst die Entwicklung des Markts bis zu einem gewissen Grad.”
Innerhalb des Gürtels stiegen die Preise in Leopoldstadt und Mariahilf besonders stark; auffällig dabei ist, dass das Plus in diesen Bezirken im unteren Preisbereich mit jeweils 16 deutlich größer ist als im oberen Preisbereich mit 8% in Leopoldstadt bzw. 6% in Mariahilf.

Öffis bringen Wertsteigerung

Am stärksten war der Anstieg mit rund 30% in Floridsdorf, das aber nur einen relativ kleinen Zinshausbestand aufweist.

Mit einem Plus von ca. 23% konnten die Zinshauspreise in Hernals, wo mittlerweile zwischen 1.350 und 2.450 €/m2 erzielt werden können, besonders stark zulegen.
Hier schlägt sich bereits jetzt die mittelfristige Wertsteigerung durch den Bau der U5 nieder, die ab 2025 zum Elterleinplatz fahren soll. (pj)

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