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Vom Wohnraum und dessen Finanzierung © Re/Max

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PAUL CHRISTIAN JEZEK 07.07.2017

Vom Wohnraum und dessen Finanzierung

Wohnstudie: Jeder Zweite sucht finanzierbares Eigenheim, 67 Prozent beklagen Anstieg der Wohnkosten.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Laut einer aktuellen repräsentativen IMAS-Studie von Erste Bank und Sparkassen ­leben die Österreicher am liebsten im Eigentum (59%).

Knapp jeder Zehnte nennt eine Wohnung sein Eigen (10%), die Hälfte besitzt ein eigenes Haus (49%). Vorreiter ist dabei das Burgenland: mit 70% herrscht dort die höchste Eigentums­hausdichte.
In Österreich wohnen 4 von 10 zur Miete – 9% in einem Haus und 32% in einer Wohnung. Wien weist dabei mit 63% die höchste Quote an Mietwohnungen auf.

Zufrieden beim Wohnen?

67% geben an, mit ihrer Wohnsituation sehr zufrieden zu sein. „Besonders ältere Personen über 60 Jahre sind sehr zufrieden damit, wie sie wohnen”, meint ­Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank. „Viele von ihnen hatten mit zunehmenden Alter die Möglichkeit, ihren Wohntraum zu realisieren und leben nun in dem für sie perfekten Heim.”

Trotz der hohen Zufriedenheit mit der Wohnsituation beklagen zwei Drittel der Österreicher ­einen Anstieg der Wohnkosten.
Das liebe Geld hält viele Mieter auch davon ab, ihren Traum vom Eigenheim zu realisieren: 58% geben an, sich kein eigenes Zuhause leisten zu können. Das Alter (22%) sowie eine hohe Zufriedenheit der derzeitigen Wohnsituation (16%) werden als weitere Gründe genannt, weshalb man auf Wohneigentum verzichtet.

Immo-Investitionen lohnen

Das aktuell niedrige Zins­niveau macht aber für viele eine Bankfinanzierung leistbar. Sechs von zehn Mietern, die Eigentum erwerben möchten, können sich vorstellen, bis zur Hälfte ihrer geplanten Investition zu finanzieren (54%). Ein Drittel zieht in Erwägung, mehr als die Hälfte des Betrags mit einer Finanzierung abzudecken (32%).

Aktuell sorgen die niedrigen Zinsen für ideale Bedingungen, um eine Immobilieninvestition zu tätigen. „Entscheidend ist, dass man langfristig denkt und die Rate auch in zehn oder 15 Jahren noch leistbar ist”, rät Schaufler. „Daher führt an einem Fixzinskredit aus unserer Sicht momentan kein Weg vorbei.”

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