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AK-Branchenreport © dpa/Tim Brakemeier

Kein Grund zum Gruseln: Laut AK Wien Branchenanalyse sind die Handelsbetriebe nicht nur zu Halloween solide aufgestellt.

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Kein Grund zum Gruseln: Laut AK Wien Branchenanalyse sind die Handelsbetriebe nicht nur zu Halloween solide aufgestellt.

Redaktion 02.11.2018

AK-Branchenreport

Die AK analysierte 204 Unternehmen: Alle signifikanten Kennzahlen im heimischen Handel weisen nach oben.

WIEN. Alljährlich führt die AK Wien eine Branchenanalyse durch – aktuelles Fazit: Die wirtschaftliche Situation der österreichischen Handelsbetriebe kann sich sehen lassen. Die maßgeblichen Faktoren in der Branchenanalyse lauten auf Ertragslage, Kostensituation, finanzielle Stabilität. Dazu kommt eine Analyse der Ausschüttungspolitik sowie der Produktivitätsentwicklung. Mithin ergibt sich im jüngsten Branchenreport für den österreichischen Handel ein positives Bild. Untersucht wurden 204 Unternehmen, die im Vorjahr zusammen einen Umsatz von 47,2 Mrd. € erwirtschafteten und knapp 134.000 Mitarbeiter beschäftigten.

Durchschnittlich erzielten die Unternehmen im Vorjahr ein nominelles Umsatzplus von fünf Prozent. 75% der untersuchten Betriebe verzeichneten einen Anstieg, die höchsten relativen Zuwächse verzeichnete der Kfz-Handel mit 9,4 Prozent.

Abgeflacht positiv

Laut Statistik Austria wird sich die Kurve beim Umsatz für die gesamte Branche im heurigen Jahr etwas flacher entwickeln. Der Trend der Stunde lautet aber nach wie vor auf Umsatzzuwachs.

Nicht minder erfreulich ist die Gewinnsituation: Die untersuchten Unternehmen erzielten 2017 eine Steigerung des ordentlichen Betriebserfolges um fast elf Prozent. Die sogenannte EBIT-Quote (Anteil des Betriebserfolgs an den Umsätzen) stieg von 1,6 auf 1,8%. Zudem verbuchten knapp mehr als 90% der Betriebe einen positiven Jahresüberschuss.

Reserven verfügbar

Der Großteil der Unternehmen verfügt über eine solide Eigenkapitalausstattung, hat ausreichend Reserven. Insgesamt beträgt die Eigenkapitalausstattung 30,4%. Die Branche konnte im Vorjahr zudem die Produktivität je Mitarbeiter/je Mitarbeiterin steigern. Ein leichtes Plus gab es bei der Beschäftigung.

Insgesamt 690 Mio. € haben die analysierten Handelsunternehmen ausgeschüttet – das entspricht einem Plus von 20% gegenüber 2016 bzw. einem Anteil von rund 28% an der jährlichen Lohn- und Gehaltssumme. Prognose: Die wirtschaftliche Situation der heimischen Handelsunternehmen wird durch den wieder starken privaten Konsum weiterhin gestützt werden. (red)

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