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Auf dem größten Bio-Markt der Welt © Nürnberg Messe/Frank Boxler
© Nürnberg Messe/Frank Boxler

Anna Muhr 14.12.2018

Auf dem größten Bio-Markt der Welt

Die internationale Branche für Bio-Lebensmittel trifft sich im Februar bei der Weltleitmesse BioFach in Nürnberg. Eine Vorschau.

••• Von Anna Muhr

Alle Zeichen stehen auf Bio: Mit jährlichen Umsatzsteigerungen in so gut wie allen europäischen Ländern ist die Branche für biologisch angebaute Lebensmittel aktuell im Aufwind. Europa ist nach den USA mittlerweile der zweitgrößte Bio-Markt.

Im Jahr 2016 wurden mit Bio-Nahrung rd. 33,5 Mrd. € erwirtschaftet, so die Zahlen des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und Partnern, die bei der vergangenen BioFach Messe im Februar 2018 präsentiert wurden. Und dennoch: Luft nach oben gibt es immer. Das Bio-Thema ist lange nicht auserzählt.

Tradition und Innovation

Wer dranbleiben will an aktuellen Entwicklungen, Innovationen und Trends in Sachen Bio-Lebensmittel, für den ist das kleine fränkische Städtchen Nürnberg immer im Februar der place to be. Die jährlich stattfindende BioFach gilt als weltweit führende Leistungsschau der Branche. Im kommenden Jahr findet die Messe, die ausschließlich für Leute vom Fach zugänglich ist, vom 13.-16. Februar statt und geht damit bereits in ihre 30. Runde. Etwa 50.000 Fachbesucher werden erwartet, 2.900 Aussteller sollen sich ihnen vor Ort präsentieren.

„Die BioFach steht für Bio-Tradition und Innovation, sie vernetzt die gesamte Branche – von den Pionieren bis zu den Newcomern – und bildet in einzigartiger Weise den weltweiten Bio-Markt ab: auf der Produktebene genauso wie fachlich im Kongress und was die Präsenz der internationalen Bio-Akteure angeht. 360 Grad Bio, könnte man sagen”, so Danila Brunner, die bei der NürnbergMesse für die Leitung der BioFach und der parallel laufenden Naturkosmetik-Messe Vivaness zuständig ist.

Vier Tage volles Programm

Das Angebot, das sich den Fachbesuchern an den vier Messe-Tagen bietet, ist tatsächlich äußerst umfangreich und vielseitig. Verschiedene Themenwelten behandeln Bio-Lebensmittel aus praktischer und theoretischer Perspektive. Unter dem Schlagwort „Neuheiten & Trends” werden 600 neue Produkte präsentiert – und können vor Ort auch gleich bewertet werden. Im Rahmen des Best New Product Awards wird schließlich via Besuchervoting die innovativste und interessanteste Produktneuheit gekürt. Auch neue Akteure haben ihren Platz: Bei einem Gemeinschaftsstand, der vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird, präsentieren sich 25 Newcomer und Start-ups aus Deutschland.

Unter dem Motto „Erleben & Entdecken” liegt ein Schwerpunkt auch heuer auf den Sortimentsbereichen Olivenöl, Wein und Vegan. Verkostungen, Awards (z.B. der internationale Bio-Weinpreis Mundus Vini) und fachliches Rahmenprogramm sind geplant. Zum zweiten Mal findet außerdem als Sonderschau innerhalb der Messe der „Treffpunkt Bio von Anfang an” statt. Dort dreht sich alles um das Thema Bio-Züchtungen – vom Getreide bis zum Bio-Rind.

Reden über Bio

Gefachsimpelt wird auf der BioFach nicht im Zwiegespräch zwischen Ausstellern und Besuchern, sondern auch ganz offiziell in der Themenwelt „Wissen & Lernen”. Anlass dazu gibt etwa der in der Branche renommierte BioFach Kongress, zu dem 8.000 Teilnehmer aus allen Sparten des Bio-Sektors erwartet werden. Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit, sauberes Wasser, robuste Pflanzen, Tierwohl und Ernährungsstile – all das nimmt der Kongress unter dem Schwerpunktthema 2019 „System Bio – im Ganzen gesund” in den Fokus.

Auch die Zukunft hat man natürlich im Blick: Teil der Messe sind eine Jobbörse, Networking-Veranstaltungen und die Vergabe eines Forschungspreises für Bio-Lebensmittelwirtschaft. Gemeinsame Entwicklungen von zukunftsweisenden Handelskonzepten werden wiederum beim Fachhandelstreff mit Experten diskutiert.

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