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Auf die Haltung kommt es an © AMA / APA-Fotoservice/Jacqueline Godany

Martin Greßl, Leiter des Qualitätsmanagements der AMA-Marketing, bei der Präsentation der Motivanalyse im Rahmen der AMA-Pressekonferenz zum Thema Ostereier.

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Martin Greßl, Leiter des Qualitätsmanagements der AMA-Marketing, bei der Präsentation der Motivanalyse im Rahmen der AMA-Pressekonferenz zum Thema Ostereier.

Redaktion 08.04.2022

Auf die Haltung kommt es an

Haltungsform und Herkunft sind den Konsumenten bei Legehennen laut AMA-Motivanalyse am wichtigsten.

WIEN. Im vergangenen Jahr wurden von den heimischen Haushalten laut RollAMA-Daten in Summe 817 Mio. Frischeier im Wert von 210 Mio. € gekauft, der Pro-Kopf-Konsum der Österreicher beläuft sich auf 236 Eier pro Jahr. Doch während die Haltungsform neben der Herkunft gemäß AMA-Motivanalyse das wichtigste Kriterium beim Einkauf ist, nimmt die Bodenhaltung mit 52% weiterhin den Löwenanteil bei den verkauften Eiern ein – während 33% auf Freiland- und 15% auf Bio-Haltung entfallen.

Preis nicht entscheidend

Geht es nach der Motivanalyse, landet der Preis im Prioritäten-Ranking erst auf Platz 7 – Frische, besondere Regionalität, der Bezug direkt beim Bauern und das Tierwohl der Legehennen werden allesamt als wichtiger als der Preis eingestuft. Während Eier am häufigsten im Supermarkt oder Diskonter gekauft werden, gibt immerhin jeder Vierte an, regelmäßig direkt beim Bauern zu kaufen.

Hauptargument für den Bezug ab Hof ist, dass sich die Konsumenten anschauen können, wie die Tiere gehalten werden. Eine persönliche Bekanntschaft zum Bauern und eine höhere Qualitätsanmutung werden als weitere Argumente genannt.



Code als Orientierungshilfe

Eier tragen seit 2004 einen Code, bestehend aus Ziffern und Buchstaben: dem Kürzel für die Haltungsform, dem Ländercode und der eindeutig zuordenbaren Betriebsnummer des Legehennenhalters. „Das gibt den Konsumenten eine einfache, schnelle und verlässliche Orientierung beim Einkauf. Die Kennzeichnung am Ei nehmen wir uns zum Vorbild und arbeiten gerade an einem ähnlich simplen Modell bei anderen tierischen Produkten”, erklärt Martin Greßl, Leiter des Qualitätsmanagements der AMA-Marketing. Die österreichweite Branchenlösung der Kennzeichnung der Tierhaltung stellt die AMA für den Frühsommer in Aussicht.

Die Eierdatenbank

Im AMA-Gütesiegel-Programm wird jedes Ei mit einem entsprechenden Code gestempelt, ehe es den Bauernhof verlassen darf. In der seit 2012 im Vollbetrieb befindlichen Eierdatenbank werden die Warenströme tagesaktuell dokumentiert; rund 90% der Frischeier am Markt sind in der Datenbank erfasst und können seit 2013 unter www.eierdatenbank.at von Kunden überprüft werden. Dabei handelt es sich um ein grundsätzlich freiwilliges System; für Teilnehmer am AMA-Gütesiegel und AMA-Biosiegel und „tierschutzgeprüft”-Betriebe ist die Meldung allerdings verpflichtend. (red)

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