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Caritas eröffnete zweiten Wiener Supermarkt mit Langzeitarbeitslosen © APA/Georg Hochmuth

vlnr.: Alois Huber (Spar), Spar-Mitarbeiterin Barbara Zahnt, Petra Draxl (AMS Wien), Spar-Mitarbeiter Rupert Gerstbauer, Peter Hanke und Klaus Schwertner (Caritas)

© APA/Georg Hochmuth

vlnr.: Alois Huber (Spar), Spar-Mitarbeiterin Barbara Zahnt, Petra Draxl (AMS Wien), Spar-Mitarbeiter Rupert Gerstbauer, Peter Hanke und Klaus Schwertner (Caritas)

Redaktion 29.01.2019

Caritas eröffnete zweiten Wiener Supermarkt mit Langzeitarbeitslosen

Spar übernahm seit Start der Initiative vor zwei Jahren 200 Mitarbeiter aus dem Projekt.

WIEN. Ein Supermarkt, in dem man nicht nur den täglichen Einkauf erledigen kann, sondern der außerdem Langzeitarbeitslosen eine Perspektive gibt: Am Montag wurde der zweite sozialökonomische Spar in Wien eröffnet. Die Filiale in der Davidgasse in Favoriten wird von der Caritas in Kooperation mit Spar und AMS betrieben.

"Ein sozialökonomischer Betrieb ist ein Unternehmen, das am Markt Geld verdienen muss. Der Unterschied ist, dass die Beschäftigten langzeitarbeitslose Menschen sind, die wir in diese Betriebe schicken", erklärte AMS-Wien-Chefin Petra Draxl. Die Filiale in der Davidgasse wird vom AMS außerdem mit 500.000 Euro gefördert.

Die Initiative wurde vor zwei Jahren in einem ebenfalls in Favoriten gelegenen Spar-Markt gestartet. In beiden Märkten sind 40 langzeitarbeitslose Menschen beschäftigt. Sie sind über einen Zeitraum von sechs Monaten in allen Bereichen, also beispielsweise an der Kassa, in der Feinkost oder bei der Regalbetreuung tätig, und werden dabei von dreizehn Fachanleitern unterstützt. Ziel ist, dass sie danach in ein reguläres Arbeitsverhältnis wechseln. Die Filiale funktioniere wird jede andere auch, betonte Spar-Geschäftsführer Alois Huber. "Sie werden keinen Unterschied merken im Preis und im Service."

Seit dem Start des Projekts im Jänner 2017 wurden 200 Mitarbeiter in ein reguläres Arbeitsverhältnis übernommen, berichtete Huber. 86 Prozent davon sind nach wie vor im Unternehmen tätig. "Das zeugt von der Langfristigkeit dieses Projekts", freute er sich.

Begeistert von dem "sensationellen Erfolg", zeigte sich auch Klaus Schwertner, Generalsekretär der Wiener Caritas. "Mehr als 60 Prozent der Menschen, die dieses Projekt durchlaufen, finden am ersten Arbeitsmarkt wieder einen Job." Auch wenn die Arbeitslosigkeit erfreulicherweise im Sinken sei, sei jeder Arbeitslose zu viel, betonte auch Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ). Er hoffe, "noch viele ähnliche Projekte" aus der Taufe heben zu dürfen. (red)

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