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Corona macht den Einkauf regional © APA/Barbara Gindl

25% der Konsumenten geben an, zwar genauso viel aus dem stationären oder dem Online-Handel wie vor Corona zu konsumieren, achten aber jetzt mehr auf die Regionalität ihres Einkaufs.

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25% der Konsumenten geben an, zwar genauso viel aus dem stationären oder dem Online-Handel wie vor Corona zu konsumieren, achten aber jetzt mehr auf die Regionalität ihres Einkaufs.

Redaktion 03.09.2021

Corona macht den Einkauf regional

Studie #RethinkRetail: Regionalität und bargeldloses Bezahlen sind die coronabeschleunigten Megatrends.

WIEN. Der Ausbruch der Corona-Pandemie liegt 20 Monate zurück. Mittlerweile ortet man beim Handelsverband eine Entspannung der wirtschaftlichen Lage und ein „Klima der Zuversicht” – und belegt dies mittels aktueller #RethinkRetail-Studie in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut MindTake Research.

Heimisch ist in

Demnach sind österreichische Webshops & Marktplätze auf dem Vormarsch: „15 Prozent der Bevölkerung kaufen verstärkt bei österreichischen Webshops und immerhin 13 Prozent häufiger bei heimischen Marktplätzen ein”, führt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will aus. Auch die Regionalität manifestiert sich als starker Trend: 25% gaben an, zwar genauso viel aus dem stationären oder dem Onlinehandel wie vor Corona zu konsumieren, dabei jetzt aber verstärkt auf Regionalität zu achten. Will dazu: „Covid-19 hat also den Trend zum regionalen und ökologischen Online-Einkauf deutlich verstärkt – gut so, denn die Bekämpfung des Klimawandels zählt zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.”

Laut Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch seien anhand des Regional-Trends auch all jene Handelsbetriebe besonders motiviert, „die ihren Fokus ohnehin schon auf ein möglichst regionales Sortiment gelegt haben, diesen Weg weiterzugehen. Gleichzeitig ist es ein Anreiz für jene, die zurzeit noch nicht auf einem regionalen Marktplatz vertreten sind oder noch über keinen eigenen Onlineshop verfügen.”
Ergo begleitet der Handelsverband die Händler seit Jahren durch die Initiative „KMU-Retail” bei der digitalen Transformation – und stärkt auch österreichische Marktplätze durch eine gemeinsame Plattform.
In der aktuell sehr guten Verbraucherstimmung wird die digitale Transformation der Branche covidbedingt massiv beschleunigt – drei Viertel der Österreicher sind überzeugt, dass die Bedeutung der Digitalisierung sowie des E-Commerce im Handel in den kommenden Jahren zunehmen wird.

Bargeld lacht

Diese Entwicklung manifestiert sich nicht zuletzt im Bezahlverhalten. „Die Pandemie hat in Teilen der Bevölkerung eine Entwöhnung vom Bargeld ausgelöst. Im stationären Handel verzichten 35 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten häufiger auf die Bezahlung mit Bargeld”, konstatiert Will. Gleichzeitig setzt ein Drittel verstärkt auf die Bankomat- oder Debitkarte. Zehn Prozent der Befragten nutzen jetzt verstärkt die Handy-Bezahlfunktion – allerdings: vom Ende der „Bargeld-Nation” Österreich sind wir noch weit entfernt. (red)

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