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Darbo stabil auf Wachstumskurs © Darbo

1879 im altösterreichischen Görz (heute in Italien) gegründet, ist der Familienbetrieb Darbo seit 1918 in Stans im Bezirk Schwaz/Tirol ansässig. In den drei Standorten sind 385 Mitarbeiter beschäftigt.

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1879 im altösterreichischen Görz (heute in Italien) gegründet, ist der Familienbetrieb Darbo seit 1918 in Stans im Bezirk Schwaz/Tirol ansässig. In den drei Standorten sind 385 Mitarbeiter beschäftigt.

Redaktion 02.10.2020

Darbo stabil auf Wachstumskurs

Österreichs Konfitüren- und Honigmarktführer legte 2019 um zwei Prozent zu und kommt auch gut durch die Krise.

••• Von Paul Hafner

STANS. Mit einem Umsatz von 143 Mio. € konnte der Marmeladenspezialist Darbo auch heuer wieder zulegen: Das Tiroler Familienunternehmen wuchs 2019 um zwei Prozent (2018: +1,6%). Der hohe Exportanteil ging von 52,8% nur minimal auf 52,5% zurück; im wichtigsten Exportland Deutschland gab es leichte Zuwächse. Die Coronakrise führt primär zu einer Umsatzverschiebung: Während das Geschäft mit Honig und Marmelade für die Gastronomie naturgemäß schwächer läuft, liege das Geschäft im LEH etwas über dem Vorjahr, wie der Vorstandsvorsitzende Martin Darbo im Zuge der Hauptversammlung bekannt gab.

Darbo in Österreich

Im Inland konnte Darbo 2019 um 2,7% zulegen und die Marktführerschaft bei den Konfitüren und Marmeladen von 58,3% auf 59,6% steigern. Auch beim Honig (30,8%) konnte Darbo Platz 1 verteidigen (2018: 31,1%).

Im umkämpften Sirup-Segment bleibt Darbo mit leichten Rückgängen von 15% auf 14,2% die Nummer zwei. Den Sirupflaschen verpasste man vor wenigen Monaten nach fast 20 Jahren einen neuen Look: Die Etiketten haben jetzt eine hellere Aufmachung und sollen mit auffälligeren Fruchtillustrationen auch optisch für Erfrischung sorgen. Das Sortiment selbst wurde um die beliebte einstige Limited Edition „Sizilianische Zitrone” ins Fixsortiment aufgenommen.


Darbo international

„Sehr gut entwickelt haben sich unsere zuckerreduzierten Fruchtaufstriche, die wir 2018 auf den Markt gebracht haben”, betont Martin Darbo. Diese machen in Österreich bereits zwei Prozent des Marktanteils aus und haben sich auch „im Ausland als Türöffner erwiesen”, – folgerichtig wurde die Range mittlerweile von zwei auf vier Sorten erweitert.

Fragezeichen hinter 2020

Im wichtigsten Exportland Deutschland gab es 2019 leichte Zuwächse, und der deutsche Markt trug insgesamt 28,3% zum Gesamtumsatz bei; der Marktanteil von Darbo im Segment Konfitüren lag im Nachbarland bei 5%. In den Niederlanden erzielte Darbo ein Plus von 24% im LEH sowie gute Absätze von Bäckereimarmeladen (+40%). Auch in Italien hat sich Darbo mit 1,1% Marktanteil weiter im Marktsegment Konfitüren etabliert. Während es in den USA ebenfalls Zuwächse gab, entwickelten sich China und Russland bereits im vergangenen Jahr rückläufig.

„Eine genaue Planung ist heuer verständlicherweise schwieriger als sonst. Prognosen auf das Gesamtjahr lassen sich heute noch nicht treffen – auch, weil noch ein gesamtes Geschäftsquartal aussteht”, erklärt Martin Darbo bezüglich der Coronakrise. Insgesamt entwickle man sich jedenfalls „stabil”; neben der Verschiebung der Umsatzverhältnisse LEH/Gastro bemerke man etwa ein Plus bei der Belieferung von Joghurtherstellern.
Eine Herausforderung stelle jedenfalls „weiterhin die Beschaffung von Früchten erstklassiger Qualität” dar, so Martin Darbo. Aber auch hier mache man „auch in Zukunft keine Kompromisse”.

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