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„Die Tierliebe kennt keine Coronakrise” © Fressnapf Österreich
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Redaktion 25.02.2022

„Die Tierliebe kennt keine Coronakrise”

Fressnapf Österreich-Chef Hermann Aigner freut sich über ein sattes Umsatzplus von zwölf Prozent.

SALZBURG / KREFELD. Fressnapf Österreich befindet sich weiter ungebremst auf der Überholspur: Nach dem größten Umsatzwachstum der Geschichte im Corona-Jahr 2020 von 18% legte der Tiernahrungs-Marktführer 2021 noch einmal um zwölf Prozent auf 240 Mio. € zu. 25 Mio. € Umsatzplus im 25. Bestehensjahr bedeuten somit neuerlich ein Rekordergebnis.

„Die letzten Jahre haben uns gezeigt, dass Tierliebe keine Krise kennt”, erklärt Hermann Aigner, Geschäftsführer von Fressnapf Österreich. Der Onlinebereich sei das Wachstumssegment, der 2018 lancierte Onlineshop weise eine „extrem positive Entwicklung” auf, die Onlineumsätze kletterten noch einmal um 40% auf 17,5 Mio. € (2020: +134%) und machen damit bereits über sieben Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Starkes Wachstum weisen auch die Exklusivmarken (u.a. Premiere, MultiFit, Real Natur) auf: Mit 130 Mio. € (+9,6%) beläuft sich ihr Umsatzanteil auf mächtige 54%.

Gruppe wächst um ein Fünftel

Wachstumstechnisch performt Fressnapf Österreich stärker als der Mitbewerb; auch der Mutterkonzern, die in elf europäischen Märkten aktive Fressnapf Gruppe, kann um 20% auf 3,17 Mrd. € Umsatz zulegen – ein Plus von 0,5 Mrd. €. Auf den deutschen Markt entfällt mit 1,8 Mrd. € (+15,4%) mehr als die Hälfte des Umsatzes der Gruppe.
„Wir konnten in allen europäischen Ländern über dem Markt wachsen”, so Torsten Toeller, der Fressnapf im Jahr 1990 gründete und das Unternehmen als Inhaber und Vorsitzender des Verwaltungsrats leitet. Man entwickle sich beständig „zum Omnichannel-Händler, vom Versorger zum Umsorger”, wie die Online-Zahlen unterstreichen würden: Auch international stiegen die Umsätze um 54% (+90 Mio. €).

„Viel vor” im restlichen Jahr

Den Anteil am österreichen Gesamtmarkt schätzt Aigner vorsichtig auf 31–32%; vor zehn Jahren lag er noch bei rund 25%.
Die Filialzahl beläuft sich nach drei Neueröffnungen im vergangenen Jahr – im Wiener Einkaufszentrum Riverside, in Wiener Neudorf und in Graz – auf nunmehr 134, für 2022 sind mindestens drei weitere neue Standorte sowie fünf Fressnapf-Salons geplant. In Klagenfurt sollen zwei nahegelegene Standorte zu einem „XXL-Store” zusammenwachsen.
Ein Umsatzwachstum wie in den letzten beiden Jahren sei heuer nicht wieder zu erwarten, doch peile man „ein Plus im hohen einstelligen Prozentbereich” an; im Onlineshop würde Aigner gerne ein hohes zweistelliges Prozentplus sehen, auch werde die Digitalisierung in den Filialen weiter ausgebaut. (haf)

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