Franchise trotzt der Krise: Netzwerk statt Alleingang
© Stefan Seelig
Österreichischer Franchiseverband: Katarina Drevenakova (Generalsekretärin ÖFV) & Martin Zagler (Präsident ÖFV & Gründer Soluto)
RETAIL Redaktion 08.06.2026

Franchise trotzt der Krise: Netzwerk statt Alleingang

WIEN. Während viele Branchen mit schwacher Konjunktur, steigenden Kosten und Fachkräftemangel kämpfen, bleibt die Franchise-Wirtschaft auf Wachstumskurs. Neue Standorte, innovative Konzepte und ein anhaltendes Interesse an der Selbstständigkeit sorgen für Dynamik. Welche Chancen sich daraus ergeben, zeigt die Franchise Next Edition Wien am 19. und 20. Juni im MuseumsQuartier.

„Franchise-Systeme kommen nachweislich besser durch wirtschaftlich turbulente Zeiten und Krisen. Gleichzeitig bietet Franchise die Möglichkeit, unternehmerisch tätig zu werden, ohne bei null beginnen zu müssen“, sagt Martin Zagler, Präsident des Österreichischen Franchise-Verbandes und Gründer des Franchise-Systems Soluto. Die Franchise-Wirtschaft erwirtschaftet in Österreich jährlich rund zwölf Milliarden Euro Umsatz und umfasst mehrere hundert Systeme mit tausenden Unternehmern und Mitarbeitern.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Verbindung aus unternehmerischer Freiheit und einem starken Netzwerk. Franchisepartner profitieren von etablierten Marken, erprobten Geschäftsmodellen und laufender Unterstützung, bleiben dabei aber eigenständige Unternehmer. Neben klassischen Gründern interessieren sich zunehmend Nachfolger, Quereinsteiger und bestehende Betriebe für Franchise-Konzepte.
Besonders gefragt sind sogenannte konvertierende Franchise-Systeme. Dabei schließen sich bestehende Unternehmen einem Franchise-Netzwerk an, um von zusätzlichem Know-how, professionellen Prozessen und größerer Markensichtbarkeit zu profitieren. Gerade für kleine und mittlere Betriebe eröffnet das neue Perspektiven.

Zu den Ausstellern der Franchise Next zählen unter anderem Burger King Österreich, Anker, Coffeeshop Company, Green & Clean, Mein BioMarkt, Re/Max Austria, Agentur Mary Poppins, Soluto, Plameco Spanndecken, Das Futterhaus und weitere Franchise-Systeme aus unterschiedlichen Branchen.
Mit dabei sind auch aktuelle Preisträger der österreichischen Franchise-Wirtschaft. Re/Max Austria wurde als „Franchisesystem des Jahres 2026“ ausgezeichnet, die Agentur Mary Poppins als „Franchisesystem Newcomer des Jahres 2026“. Petra Fisch von der Agentur Mary Poppins erhielt die Auszeichnung als „Franchisepartnerin Newcomer des Jahres 2026“.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen neben den Konzepten vor allem die Menschen dahinter. Franchisegeber und Franchisepartner berichten aus ihrem Alltag, sprechen über Herausforderungen und geben Einblicke in ihre persönlichen Wege ins Unternehmertum. „Viele Menschen möchten unternehmerisch tätig sein, wollen den Weg aber nicht alleine gehen. Franchise verbindet Selbstständigkeit mit einem starken Netzwerk und bietet dadurch Sicherheit, Austausch und Entwicklungsmöglichkeiten“, so Petra Fisch.
Ergänzt wird die Messe durch Vorträge, Panels und Networking-Formate. Zu den Gästen zählen Ali Mahlodji und Monika Herbstrith-Lappe, die sich mit Zukunft, Motivation und Unternehmertum beschäftigen. Unter dem Motto „Gemeinsam kann man so viel mehr erreichen“ möchte die Franchise Next zeigen, welche Chancen in starken Partnerschaften liegen.

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