RETAIL
Gläsernes Comeback © Berglandmilch (2)

Glas ist topBerglandmilch-Chef Josef Braunshofer hat das Glas­gebinde für den Premiumbereich neu entdeckt.

© Berglandmilch (2)

Glas ist topBerglandmilch-Chef Josef Braunshofer hat das Glas­gebinde für den Premiumbereich neu entdeckt.

Redaktion 09.03.2018

Gläsernes Comeback

Milch und Joghurt gibt es von Schärdinger in der Premiumrange nun wieder im Glas.

WELS. Die Glasflaschen feiern ein Comeback bei der Berglandmilch. Milch und Joghurt im Top-Segment werden im Glasgebinde abgefüllt, ohne Rückgabesystem. „Es gibt Konsumenten, die das so wollen”, sagt dazu Konzernchef Josef Braunshofer. Somit werden ab Mitte April die Schärdinger-Topmarke „Berghof” und TirolMilch auch in Flaschen im Regal stehen.

Für den LEH gibt es gleichfalls die Bio-Marke im Glas. Die Milch stammt von Bergbauern, ergo wurde in die Abfüllanlage in Wörgl in Tirol mehr als eine Mio. € investiert.
Ein Mehrwegsystem in Sachen Milch und Joghurt scheitert naturgemäß am Handel, weil der schlichtweg mehr Personal und Transportraum benötigen würde.

Öko-Nutzen mit Grenzen

Umstritten sei überdies der ökologische Effekt von Mehrweg: Ab mindestens 15 Umläufen und maximal 200 Kilometern Transportweg profitiere die Umwelt. Ohne Pfandsystem habe Mehrweg jedoch keine Chance. Seit die Auflagen gesenkt wurden, ist der Anteil von Mehrweg-Gebinden für Getränke im Handel von 60 auf 20%gesunken; im Jahr 1990 waren es noch satte 80%.

Zum Thema Bio: Mittlerweile gibt es von Schärdinger auch die Haltbarmilch „Formil” in Bio-Qualität. Das sei gerechtfertigt, weil es dafür ein neues Erhitzungsverfahren gebe. „Noch nie ist H-Milch so schonend hergestellt worden”, so Braunshofer. Außerdem verfügt der Konzern über ausreichend Bio-Milch. Die Anlieferung sei im vergangenen Jahr um zehn Prozent gestiegen. Viele Mitglieder hätten auf Bio umgestellt, bestehende hätten ihre Liefermengen überdurchschnittlich gesteigert. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL