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Handel 2020: Umsatz im LEH gestiegen, aber sonst gingen die Erlöse teils deutlich zurück © APA / Getty Images/iStockphoto
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Redaktion 09.02.2021

Handel 2020: Umsatz im LEH gestiegen, aber sonst gingen die Erlöse teils deutlich zurück

WIEN. Die österreichischen Einzelhandelsunternehmen (ohne Kfz-Handel; inkl. Tankstellen) erzielten im Jahr 2020 laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria eine nominelle Umsatzsteigerung von 0,1%; unter Berücksichtigung der Preisentwicklung wurde ein Rückgang im Absatzvolumen von 0,3% gegenüber dem Vorjahr verzeichnet.

"Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung haben den Einzelhandel im Jahr 2020 sehr unterschiedlich getroffen. Während der Lebensmittelhandel ein Umsatzplus von 8,9 Prozent verbuchen konnte, musste der Handel abseits der Grundversorgung ein Minus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Besonders hart haben die vorübergehenden Geschäftsschließungen den Handel mit Bekleidung und Schuhen getroffen: Hier gingen die Umsätze mit -23,7 Prozent extrem zurück", sagt Tobias Thomas, Generaldirektor von Statistik Austria.

Inflationsbereinigt lag der Umsatz des Einzelhandels mit Nicht-Nahrungsmitteln im Jahr 2020 um 3,9% unter dem des Vorjahres. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren hingegen verzeichnete neben dem Umsatzplus von 8,9% auch eine deutliche Zunahme im Absatzvolumen (+7%).

Das Jahr 2020 wies zwar mit 303 Verkaufstagen einen Einkaufstag mehr auf als das Vorjahr, branchenabhängig verringerte sich jedoch die Zahl der Verkaufstage aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie um bis zu 73 Einkaufstage.

Im Dezember 2020 erreichte der Einzelhandel (ohne Kfz-Handel; inkl. Tankstellen) nach vorläufigen Ergebnissen ein geringfügiges Plus im Umsatzvolumen (nominell) von 0,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Inflationsbereinigt (real) ergab sich ein leichtes Absatzplus von 0,8%. Mit 25 Einkaufstagen hatte der Dezember 2020 theoretisch einen Verkaufstag mehr als der Dezember 2019, die Anzahl der tatsächlichen Verkaufstage war durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie jedoch je nach Branche teilweise stark eingeschränkt. (red)

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