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Ikea peilt für 2026 Marktführung an © Ikea Österreich

AufwärtskursAlpaslan Deliloglu, CEO und Chief Sustainability Officer bei Ikea Österreich, kündigt „zahlreiche neue Standorte mit innovativen Formaten” an – und will die Artikelpreise „möglichst niedrig halten”.

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AufwärtskursAlpaslan Deliloglu, CEO und Chief Sustainability Officer bei Ikea Österreich, kündigt „zahlreiche neue Standorte mit innovativen Formaten” an – und will die Artikelpreise „möglichst niedrig halten”.

Redaktion 11.11.2022

Ikea peilt für 2026 Marktführung an

Möbelhändler wuchs 2021/22 in Österreich um drei Prozent im Umsatz und will weiter kräftig expandieren.

VÖSENDORF. Mit einem Umsatz von 914,73 Mio. € im vergangenen Geschäftsjahr (1. August 2021 bis 1. August 2022) setzt Ikea Österreich seinen Wachstumskurs zumindest nominell weiter fort: Entgegen dem Branchentrend bilanziert das Möbelhaus hierzulande mit einem Plus von mehr als drei Prozent.

Wenngleich bereits 28,7% des Gesamtumsatzes auf E-Commerce und Click & Collect zurückgehen, sind die Frequenzzahlen in den insgesamt zwölf Standorten (acht Möbelhäuser, zwei Planungsstationen sowie zwei Planungsstudios) 2021/22 um beachtliche 23,5% gestiegen – in Summe zählte man im genannten Zeitraum fast 11,4 Mio. Kunden.

Nummer 1 im Blick

„Unsere Strategie, durch Investitionen in innovative, urbane Präsenzformate wie Planungsstudios, Planungsstationen oder Abholstationen auch näher zu unseren Kundinnen und Kunden abseits der großen Ballungszentren zu kommen und auf hybride Einkaufserlebnisse zu setzen, lässt Ikea weiter wachsen und Marktanteile gewinnen. Das schaffen wir im harmonischen Einklang mit dem kompromisslosen Erreichen unserer ambitionierten Nachhaltigkeitsziele”, resümiert Alpaslan Deliloglu, CEO und Chief Sustainability Officer bei Ikea Österreich.

Ambitionierte Ziele

Für die kommenden Geschäftsjahre hat sich Ikea in Österreich ambitionierte Ziele gesetzt: Das Unternehmen will „noch erschwinglicher, zugänglicher und nachhaltiger werden” und sich damit bis zum Jahr 2026 als Marktführer – „sowohl beim Marktanteil als auch beim Thema Nachhaltigkeit” – etablieren.

Derzeit belegt Ikea den zweiten Platz in der österreichischen Möbelbranche, im Großraum Wien ist Ikea beim Marktanteil bereits jetzt die Nummer 1.

Teuerung am Schirm

In den kommenden Monaten werde Ikea „zahlreiche neue Standorte mit innovativen Formaten erschließen” und seine Verfügbarkeit in Österreich weiter ausbauen, kündigt Deliloglu an – und spricht auch das Thema Teuerung an: „Ikea hat seit fast 80 Jahren das Ziel, erschwingliche, schöne und hochwertige Möbel für die vielen Menschen bereitzustellen. Wir werden uns im Jahr 2023 neben unserer Expansion und dem Nachhaltigkeitsprogramm vor allem damit beschäftigen müssen, wie wir unsere Preise möglichst niedrig halten können.”

Durch die aktuelle Teuerung stünden „viele Menschen unter finanziellem Druck” – in dieser Situation wolle man nun „adäquate Angebote bieten, um die Menschen beim Gestalten ihres Zuhauses bestmöglich zu unterstützen”.

Aktuell solide Lieferfähigkeit

Der Expansionskurs der vergangenen drei Jahre ließ die Zahl der möglichen Kontaktpunkte in Österreich von acht Einrichtungshäusern auf 45 Kontaktpunkte unterschiedlicher Größen und Funktionen anwachsen. Was die Liefersituation betrifft, ist Österreich für Ikea mit einer Verfügbarkeit von über 90% aller möglichen Produkte weltweit derzeit das Land mit der besten Lieferfähigkeit; rund 70% der ca. 12.000 in Europa verfügbaren Produkte von Ikea werden auch in Europa hergestellt. (red)

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