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Kein Ende der Plastikflut © APA/AFP/Loic Venance

Nur wenn die Konzerne weniger Plastik auf den Markt bringen, kann das weltweite Plastikproblem eingedämmt werden.

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Nur wenn die Konzerne weniger Plastik auf den Markt bringen, kann das weltweite Plastikproblem eingedämmt werden.

Redaktion 25.10.2018

Kein Ende der Plastikflut

„Wir werden uns aus der Plastik-Krise nicht herausrecyceln ­können”, sagt Greenpeace-Sprecherin Nunu Kaller.

WIEN. Großkonzerne wie Coca-Cola, PepsiCo und Danone setzen auch in Zukunft auf Wegwerfplastik. Keines der befragten Unternehmen plant, weniger Plastik zu produzieren. Stattdessen wird auf Lösungen wie Recycling gesetzt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die Greenpeace unter elf der größten Konsumgüter-Konzerne durchgeführt hat. Auf EU-Ebene wird derzeit über eine Plastik-Richtlinie verhandelt, mit dem Ziel, die Plastik-Krise einzudämmen. Die Konzerne sind gefordert, ihr Wirtschaftsmodell grundlegend zu ändern und ihre Abhängigkeit von Wegwerfplastik drastisch zu reduzieren.

Falsche Lösung: Recycling

„Mit Scheinlösungen und der falschen Annahme, dass sowieso jede Verpackung recycelt wird, werden wir die Plastikflut nicht stoppen können”, sagt Nunu Kaller, Konsumentensprecherin bei Greenpeace. Die Konzerne müssten Verantwortung übernehmen, anstatt auf falsche Lösungen zu pochen und an einem veralteten Wirtschaftsmodell festzuhalten. „Die untersuchten Unternehmen handeln intransparent und nicht nachhaltig. So etwa gibt Coca-Cola an, für jede produzierte Flasche eine weitere recyceln zu wollen. Das zeigt, dass sie offenbar gar nicht daran denken, weniger Plastik zu produzieren.” (APA/red)

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