RETAIL
Kontrovers Converse
christian novacek 27.04.2018

Kontrovers Converse

Wer supergünstige Chucks im Onlinehandel ersteht, sollte eventuell einen Fake-Check vornehmen.

Die Finstere Brille ••• Von Christian Novacek

BORN IN THE USA? Rund ein Drittel der Händler auf Amazon hat eine chinesische DNA, wie man heute so schön sagt. Der Anteil jener, die dieserart Fälschungen in den Markt stellen, dürfte dabei nicht zwingend gering sein. Unito-Chef Harald Gutschi meinte unter Bezug auf zwölf Probebestellungen beim Amazon-Konkurrenten Alibaba, dass das nach Rücksprache mit den angegebenen Herstellern Fälschungen waren. Die Rücksprache hat's gebraucht, selber hätte Gutschi das nicht bemerkt.

Als Konsument könnte ich nun boshaft unken, dass, wenn man's nicht merkt, es egal ist, Hauptsache billig. Allerdings keimt in mir der leise Verdacht, dass meine Converse vielleicht deswegen nach einem Jahr kaputt sind, weil sie Made in China sind? Und vielleicht wären Converse made in USA wasserdicht und ich müsst bei Regen nicht herumhüpfen, wie vom Regengeist wild durchgeschüttelt?
Tja, die Welt ist schwierig: Weil was, wenn Converse in China produziert und die Fälschung aus der gleichen Produktion kommt wie das Original? Vielleicht sollte ich vorsichtshalber keine Chucks mehr unter 100 Euro kaufen …

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