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Längeres Christmas-Shopping soll zum Lockdown-Ende in OÖ entzerren © APA / Herbert Neubauer
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Redaktion 14.12.2021

Längeres Christmas-Shopping soll zum Lockdown-Ende in OÖ entzerren

Gewinnspiel, Kontrollen und längere Öffnung am Samstag - Appelle zu Maßnahmen-Disziplin und Einkaufspatriotismus.

LINZ. Mit einem Gewinnspiel, das das "Christmas-Shopping" bis zum 8. Jänner ausdehnt, und einer verlängerten Samstagsöffnung will Oberösterreich das Weihnachtsgeschäft nach Lockdown-Ende am 17. Dezember entzerren und gleichzeitig ankurbeln. Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) forderte in einer Pressekonferenz mit den Sozialpartnern die Unternehmen auf, die Vorgaben genau zu kontrollieren, und die Kunden, sich daran zu halten - "damit wir nicht wieder zusperren müssen".

Wirtschaftskammer-Präsidentin Doris Hummer sieht es als ihre Aufgabe, die Betriebe "aufzuklären, wie Kontrollen schnell durchführbar sind". "Wir müssen auch Sicherheit gewährleisten, das erwarten sich Mitarbeiter und Kunden." Arbeiterkammerpräsident Andreas Stangl appellierte an die Kunden, "dass wir uns alle gedulden und Handelsangestellte mit Resekt behandeln" - etwa wenn der Andrang sehr groß werde und das Personal Auflagen kontrollieren müsse, sowie dass man sich an Masken- und Abstandspflicht halte.

Oberösterreich sperrt am 17. Dezember alle Branchen bis auf die Nachtgastronomie wieder auf. Was den Handel und die körpernahen Dienstleister betrifft, ist man damit um einige Tage später dran, als der Rest Österreichs. Achleitner ersuchte, man möge dennoch "nicht leichtfertig bei ausländischen Konzernen online einkaufen" und nicht in andere Bundesländer zum Shopping fahren, "was im Lockdown ohnehin verboten ist". Das Land hatte am Donnerstag bereits angekündigt, dass die Polizei hier verstärkt kontrollieren werde.

Lange war unklar, ob das angepeilte Lockdown-Ende am 17. Dezember bedeutet, dass man am 17. aufsperrt oder erst am 18. Der Wirtschaft sei wichtig gewesen, dass der Freitag bereits offen ist, so Achleitner. Dieses Zugeständnis habe man gemacht. Am Freitag dürfen nun jene Betriebe, die im Lockdown geschlossen waren, von 6 bis 21 Uhr aufmachen und am Sonntag, 19. Dezember, von 10 bis 19 Uhr. Für den Samstag, 18. Dezember, haben die oö. Sozialpartner eine eigene Vereinbarung getroffen, die über jene auf Bundesebene hinausgeht und ein Offenhalten von 6 bis 19 (statt 18) Uhr gestattet.

Als weitere Maßnahme zur Entzerrung wird ein Gewinnspiel ("Shop & Win in Oberösterreich") aufgelegt. Es läuft von 17. Dezember bis 8. Jänner. Wer in dieser Zeit bei einem oberösterreichischen Händler einkauft, der im Lockdown geschlossen haben musste, kann die Rechnung auf www.ooe-weihnachtsshopping.at hochladen. Das Land übernimmt 10.000 der eingereichten Rechnungen bis zu einem Betrag von maximal 200 Euro. Onlineeinkäufe oder Gutscheine können nicht eingereicht werden. Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer verwies allerdings auf die bundesweite Aktion "Cashback", bei der die Wirtschaftskammer 20 Prozent von Gutscheineinkäufen rückerstattet, bis der 1-Mio.-Euro-Topf dafür ausgeschöpft ist.

Achleitner kündigte zudem eine Regionalförderung an, für die 4 Mio. Euro bereitstehen: Kleine Fachhändler und körpernahe Dienstleister können - rückwirkend mit 22. November - eine Förderung für Investitionen beantragen. Subventioniert werden ab einem Investitionsvolumen von 5.000 Euro 15 Prozent, maximal 45.000 Euro. Zudem werde im kommenden Jahr die oö. Nahversorger-Förderung von 2,5 auf 4 Mio. Euro aufgestockt. (red)

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