Lidls Plastik-Verdikt
© Lidl Österreich
Lidl Österreich-Chef Christian Schug bringt verstärkt Produkte aus alternativen und recycelbaren Materialien ins Regal.
RETAIL Redaktion 06.07.2018

Lidls Plastik-Verdikt

Bei den Lidl-Eigenmarken geht es ratzfatz: Der Verzicht auf Plastik-Verpackungen wird vorangetrieben.

SALZBURG. Lidl Österreich will den Plastikeinsatz bis 2025 um 20% reduzieren. Die konkreten Maßnahmen beginnen bereits zu laufen: In allen 230 Filialen wird bis Ende 2019 auf den Verkauf von Einwegplastikartikeln wie Trinkhalme, Einwegbecher, Teller, Besteck und Wattestäbchen aus Plastik verzichtet.

Stattdessen kommen Produkte aus alternativen und recycelbaren Materialien in die Regale; gleichzeitig werden die Recyclingmöglichkeiten verbessert.

Erster, wichtiger Schritt

„Wir verfolgen in unserer Plastikstrategie einen klaren Ansatz, der heißt: Vermeiden – Reduzieren – Wiederverwerten”, erläutert dazu Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsleitung Lidl Österreich. Er führt aus: „Wir haben jetzt den ersten wichtigen Schritt gemacht. Vor allem bei unseren Eigenmarken verzichten wir, wenn es möglich ist, auf Verpackungen aus Plastik.” Somit geht der Händler richtig in die Breite – denn die Lidl-Eigenmarken machen rund 80% des gesamten Sortiments aus.

Im Kontext werden naturgemäß alternative Verpackungen forciert. Speziell im Obst- und Gemüsebereich hat sich da viel getan; im Bio-Bereich bietet Lidl viel Unverpacktes.

Bio-Banane fast ohne

„Wo es möglich ist, verzichten wir komplett auf Plastikverpackungen”, sagt Schug. Bestes Beispiel: Bei den Bio-Bananen wurde der Kunststoffanteil von 15 g auf 2 g pro Kilo reduziert, also eine Reduktion von 87%. Andere Gemüsesorten, etwa die Bio-Zwiebel, sind seit 2014 in Zellulosenetzen erhältlich.

In einem nächsten Schritt strebt Lidl Österreich dann auch den Verzicht und die Umstellung von Besteck und Trinkhalmen im Convenience und Getränkebereich an. (red)

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