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Löffelweise Gutes © Wiener Tafel

Moderatorin Barbara Stöckl ist seit Jahren eine der prominenten Unterstützerinnen der Tafel-Aktion „Suppe mit Sinn”.

© Wiener Tafel

Moderatorin Barbara Stöckl ist seit Jahren eine der prominenten Unterstützerinnen der Tafel-Aktion „Suppe mit Sinn”.

Anna Muhr 02.11.2018

Löffelweise Gutes

Zum bereits elften Mal starten die österreichischen Tafeln mit heimischen Betrieben die Spendenaktion „Suppe mit Sinn”.

••• Von Anna Muhr

WIEN. Suppen isst man im Winter sowieso gern. Mit der Idee, damit auch gleich noch Gutes zu tun, stoßen die österreichischen Tafeln jedes Jahr wieder auf erfreulich viel Gehör und Unterstützung.

Das Konzept hinter „Suppe mit Sinn”: Sozial engagierte Wirte widmen jährlich vom 1. November bis zum 31. Dezember eine Suppe auf ihrer Speisekarte den Tafeln. Von jeder verkauften Portion wird dann ein Euro an die jeweils lokale Tafel gespendet.
Die Tafeln verwenden das Geld schließlich für die Versorgung sozial schwacher und wohnungsloser Menschen mit Lebensmitteln, die von verschiedenen Stellen eingesammelt und damit vor der Vernichtung gerettet werden.

Viele verlängern freiwillig

Die Winterhilfsaktion geht heuer bereits in ihr elftes Jahr. Im Laufe der Zeit hat sich im ganzen Land eine breite Unterstützerbasis für die Suppen-Idee formiert. Dazu gehören Restaurants, Kaffeehäuser, Beisln und Kantinen.

Aber auch Institutionen wie die Wirtschaftskammer Wien oder der Verband der Köche Österreichs und große Unternehmen wie Sodexo oder der Großhändler Metro stehen hinter der Kampagne. Letzterer kocht zum Beispiel in seinen Betriebsküchen die sinnvollen Suppen.
In den vergangenen Jahren wurden innerhalb der Aktion etwa 360.000 Suppen-Portionen aufgetischt. Viele der teilnehmenden Betriebe verlängern ihr Engagement freiwillig noch bis Februar. Immer wieder helfen auch Prominente beim Verkauf und Zubereitung der Suppen.

Hilfe zur Selbstermächtigung

Für den Verband der österreichischen Tafeln, der jährlich mehrere Tausend Tonnen Lebensmittel an Sozialeinrichtungen weitergibt, ist das Ziel klar: „Die Winterhilfsaktion steht nicht für das Geben von Almosen, sondern für einen solidarischen Ansatz, der Menschen in Armut zur Selbstermächtigung unterstützt und ihnen aus der Armutsfalle helfen soll”, betont Alexandra Gruber, Obfrau des Verbands und Geschäftsführerin der Wiener Tafel. Eine Anmeldung für Wirte und Unternehmen, die sich beteiligen wollen, ist auch während der Aktion, die bereits läuft, noch möglich.

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