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Nach Visierbot: Ruf nach Maskenpause wird wieder lauter © MPreis
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Redaktion 29.10.2020

Nach Visierbot: Ruf nach Maskenpause wird wieder lauter

WIEN. Infolge des medizinisch begründeten Verbots der Gesichts- und Kinnvisiere als Ersatz für Stoffmasken ist die Debatte um eine Maskenpause für Handelspersonal, in der Pflege sowie im Tourismus und in der Gastronomie neuerlich aufgeflammt. Schon im Sommer hatten sich im Rahmen einer Umfrage 73% der Befragten dafür ausgesprochen, jetzt wird wieder diskutiert - gefordert wird, u.a. von der Arbeiterkammer Salzburg, eine bezahlte Pause, etwa alle zwei Stunden eine Viertelstunde.

Das permante Tragen von Schutzmasken stelle für viele Arbeitnehmer eine Belastung dar, so Arbeiterkammer-Präsident Peter Eder. Durch Masken könnten sich Arbeitnehmer auch weniger konzentrieren, was wiederum ein höheres Unfallaufkommen zur Folge hätte. Er fordert eine gesetzliche Verankerung einer bezahlten Maskenpause im Arbeitsrecht ein.

Zwei Stunden Maske, 15 Minuten Pause

„Es sind die gerne beschworenen Heldinnen und Helden des Alltags, die unter oft schwierigen Arbeitsbedingungen stundenlang enganliegende Gesichtsmasken tragen müssen. Ihnen 15 Minuten Maskenpause zu gewähren ist wohl das Mindeste“, äußerte sich etwa SPÖ-Klubobmann Jörg Leichtfried.

Im Handel, in der Pflege, in der Tourismus oder in der Gastronomie und vielen anderen Bereichen müssten Zigtausende Beschäftigte körperlich schwere Arbeit verrichten und dabei MNS-Masken tragen. „Ihnen durch eine bezahlte Pause die Möglichkeit zu geben, wenigstens alle zwei Stunden einmal die Maske herunternehmen zu können und durchzuatmen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.“

Die zweiwöchige Übergangsfrist, in der Gesichtsvisiere noch als Maskenersatz erlaubt sind, endet mit 7. November 2020. (red)

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