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Thema Corona – Wiener Handelsobfrau: "Lockdown trifft uns wie eine Keule" © Florian Wieser

Margarete Gumprecht, Handelsobfrau Wiener Wirtschaftskammer.

© Florian Wieser

Margarete Gumprecht, Handelsobfrau Wiener Wirtschaftskammer.

Redaktion 16.11.2020

Thema Corona – Wiener Handelsobfrau: "Lockdown trifft uns wie eine Keule"

WIEN. Die Handelsobfrau in der Wiener Wirtschaftskammer, Margarete Gumprecht, hat keine große Freude mit den von der Bundesregierung angeordneten Schließungen fast aller Geschäfte. "Der harte Lockdown trifft uns wie eine Keule", meinte sie im APA-Gespräch mit Blick auf das (Vor-)Weihnachtsgeschäft. Gleichzeitig appellierte sie, beim Online-Shopping auf lokale Händler anstatt auf internationale Konzerne zu setzen.

"Kaufen Sie Geschenke nicht bei irgendwelchen Online-Riesen", bat Gumprecht. Regionale Betriebe hätten oft einen eigenen Webshop oder nähmen telefonisch Bestellungen entgegen. Viele Händler böten auch einen Zustellservice an, warb die Unternehmensvertreterin: "Wenn ich mein Geschäft ums Eck weiter haben will, muss ich daran denken, lokal einzukaufen."

Die Kammerfunktionärin rechnet aber in jedem Fall mit Einbußen im heurigen Weihnachtsgeschäft. Je nach Branche werde das Minus zwischen 30 und 60% betragen. Mit den angekündigten gestaffelten Kompensationen von 20 bis 60% des Vorjahresumsatzes zeigte sich Gumprecht grundsätzlich zufrieden. "Wir werden in den nächsten Tagen gefordert sein, um eine faire Verteilung zu finden", ergänzte sie. (red)

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