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Wenn Kinder einkaufen © Merkur Warenhandels AG

80 Kinder zwischen 8 und 14 Jahren wurden befragt, die meisten gehen gern einkaufen.

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80 Kinder zwischen 8 und 14 Jahren wurden befragt, die meisten gehen gern einkaufen.

daniela prugger 01.04.2016

Wenn Kinder einkaufen

Laut einer aktuellen Studie des Gallup Instituts gehen Kinder sehr gern einkaufen – oft sogar allein. Deshalb bemüht sich Merkur nun um die Gunst der Jüngsten.

••• Von Daniela Prugger

WIEN. Kinder und Supermärkte funktionieren nur bedingt – etwa, wenn es um Süßigkeiten geht. Darüber, wie man Einkaufen für Eltern und Nachkommen gleichermaßen zum Erlebnis machen kann, zerbricht man sich bei Merkur schon länger den Kopf. „Kinder im Supermarkt zu beschäftigen, heißt nicht, dass man die Süßigkeiten auf ihre Augenhöhe hängt”, sagt Merkur-Vorstand Kerstin Neumayer. Dass Kinder Nahrungsmittel erleben und gleichzeitig kennenlernen können – ganz nach dem Prinzip Spaß und Lernen sozusagen –, das könne sie sich schon eher vorstellen. Familien mit Kindern sind für den Händler nach den „anspruchsvollen Genießern” immerhin die zweitwichtigste Konsumentengruppe.

Den Kindern eine Stimme geben

Eine aktuelle, nicht repräsentative Studie, die Merkur beim Gallup Ins­titut in Auftrag gegeben hat, zeigt: 62% der befragten Kinder gehen gern bis sehr gern mit in den Supermarkt einkaufen, 38% gehen sogar häufig allein. Besonders viel Freude bereitet es ihnen, mitentscheiden zu dürfen, was zu Hause auf den Tisch kommt, wobei die eigene Mutter die unbeliebteste Einkaufsbegleiterin ist. Von den Lebensmittelmärkten wünschen sich Kinder vor allem ein besser auf sie zugeschnittenes Angebot sowie Spielmöglichkeiten direkt vor Ort. „Mit der Studie möchten wir Kindern eine Stimme geben”, so ­Michael Nitsche, Geschäftsführer des Österreichischen Gallup Instituts.

Marktforscher & Familienforum

Ende Februar wurde bei Merkur das „Marktforscher Programm” gestartet, in dessen Rahmen Kinder anhand von Rätselaufgaben allerlei Wissenswertes über Lebensmittel erfahren. Seitdem werden am Obststand etwa Fragen wie: Warum ist die Banane krumm? gestellt. Damit erfülle man den Wunsch der Kinder nach Information und Unterhaltung.

„Ich kann schon jetzt verraten, dass wir an der Einführung von gesunden Kinderprodukten im Kassabereich arbeiten – dabei soll es aber nicht darum gehen, Kindern Süßigkeiten zu verbieten, sondern ihnen eine gesunde Alternative zu bieten”, so Neumayer.
Zum anderen werden national kleine Kindereinkaufswägen in den Märkten zur Verfügung gestellt, in manchen Filialen wird ab Mitte April ein eigenes Disney-Sortiment getestet. „Auch werden wir das ‚Merkur Familienforum' ins Leben rufen – einen unabhängigen und kritischen Expertenrat, der uns bei der Entwicklung von künftigen Projekten beratend zur Seite stehen soll”, verrät dazu Neumayer.

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