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WK Wien: Trend zu Ware aus zweiter Hand © unsplash / Artificial Photography
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Redaktion 15.12.2022

WK Wien: Trend zu Ware aus zweiter Hand

WIEN. Immer mehr Wienerinnen und Wiener denken bewusster darüber nach, wofür sie ihr Geld ausgeben. Auf der Suche nach Dingen für den täglichen Gebrauch führt der Weg die Kunden immer häufiger zu den Wiener Altwarenhändlern. „Die bewusste Suche nach Waren aus zweiter Hand erlebt eine Renaissance,“ erklärt Karl Heinz Kremser, Berufszweigobmann der Wiener Altwarenhändler in der Wirtschaftskammer Wien. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine nennenswerte Teuerung bei den Gebrauchtwaren. Das macht den Kauf von Gebrauchtwaren noch interessanter. „Altes wird wieder mehr geschätzt. Es gibt definitiv einen Trend zur Second-Hand-Ware, weil sie günstiger ist, aber auch, weil viele Kunden nachhaltiger kaufen wollen.“ Die Nachfrage ist groß und die allgemeinen Teuerungen dürften der Branche weiter Aufschwung geben.

Die Wiener Altwarenhändler geben Dingen ein zweites Leben
Warum alte Dinge so beliebt sind, hat mehrere Gründe. „Neben dem Preis als wichtiges Kriterium, schauen die Kunden auch immer mehr darauf, dass das Produkt funktional ist. Im Fokus stehen dabei Produkte des täglichen Lebens – etwa ein Kaffeehäferl oder ein gebrauchter Herd,“ so Kremser. Gern gekaufte Dauerbrenner sind aber auch Schallplatten, Postkarten, altes Spielzeug und Bücher, speziell Kinder- und Kochbücher. Hübsche, dekorative Kleinigkeiten für den Wohnbereich, die nicht viel kosten, sind auch gefragt. 

Gebrauchtwaren sind aber auch Liebhaberstücke, denn sie stechen aus der Massenware heraus. Es sind Unikate, mit denen man auch ein Lebensgefühl nach außen präsentiert. Außerdem spielt für viele Kunden auch das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. „Upcycling liegt im Trend. Der Altwarenhandel lebt Nachhaltigkeit und dieses Angebot wird von den Kunden gerne angenommen. Denn bereits bestehende Sachen nicht einfach auf den Müll zu werfen, sondern sie einer neuen Verwendung zuzuführen, ist ganz im Sinne des Umweltschutzes,“ erklärt der Obmann. Wer bei den Tandlern ums Eck einkauft, kauft nachhaltig, regional und spart Geld. 

Tipp: Auf das gelbe Pickerl „befugter Altwarenhändler“ achten 

Wichtig ist, Geschäfte nur mit befugten Altwarenhändlern abzuwickeln, damit auf die Kunden nicht ein böses Erwachen wartet. „Es gibt leider immer wieder Betrüger, die sich als Altwarenhändler ausgeben und damit unsere Branche in Verruf bringen“, so Kremser. Auf das gelbe Pickerl „befugter Altwarenhändler“ achten. Dieses haben die Händler bei ihren Shops, aber auch wenn sie über Online-Plattformen verkaufen. Der Vorteil: befugte Altwarenhändler bieten auch Gewährleistung an oder ermöglichen einen Rückversand. 

Über die Wiener Altwarenhändler
In Wien gibt es rund 480 Händler - auch Trödler, Tandler, Flohmarktstandler genannt -, die mit Altwaren ihr Geschäft machen: Die Wiener Altwarenhändler sind kompetente Partner für alle, die seltene Schätze suchen oder sich von ihren Lieblingsstücken trennen wollen. Ob eine Verlassenschaft entrümpelt gehört, das Geschirr der Oma nicht gefällt oder man liebt alte Dinge und kauft diese gerne. 280 von ihnen betreiben ein eigenes Altwarengeschäft. Andere sind vor allem auf Flohmärkten, aber auch im Internet aktiv. Viele Altwarenhändler haben sich von Sammlern zu Händlern entwickelt und haben daher in ihren jeweiligen Gebieten extremes Wissen. Aber auch viele Familienunternehmen, bei denen das Geschäft von den Eltern auf die Kinder übergeht, prägen den Markt.

Unter den Händlern finden sich viele Generalisten mit einem breiten Angebot an Waren. Andere sind wiederum Spezialisten. Die Bandbreite reicht dabei von A wie Art Deco, B wie Bilder über G wie Geschirr, L wie Lampen bis zu S wie Spielzeug und Z wie Ziergegenstände. Die gesamte Angebotspalette und sämtliche Kontaktdaten der Wiener Händler findet sich im Verzeichnis der Wiener Altwarenhändler im Internet unter www.altwaren-handel.at

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