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Zuwachs im Export © VÖM

Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, zieht eine durchwegs positive Bilanz für das erste Quartal 2018.

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Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, zieht eine durchwegs positive Bilanz für das erste Quartal 2018.

Redaktion 06.07.2018

Zuwachs im Export

Österreichische Milchprodukte sind im Ausland gefragt, Käse bleibt das wichtigste Exportgut.

WIEN. Die heimische Milchwirtschaft verzeichnete im ersten Quartal 2018 Exportsteigerungen um 15,3% und Importsteigerungen um 10%. Der positive Außenhandelssaldo konnte um 25% erhöht werden. „Das unterstreicht die steigende Beliebtheit heimischer Qualitätsprodukte auch im Ausland”, sagt Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter.

Käse ist Exportschlager

Wichtigstes Außenhandelsprodukt ist Käse; auf dieses Segment entfallen fast 50% der Exporte, hier gelang ein wertmäßiger Zuwachs um 16%. Beim Import macht Käse ca. 58% des gesamten Volumens aus. „Der heimischen Milchwirtschaft ist es bei Käse gelungen, höhere Exportpreise im Vergleich zu den Importpreisen zu realisieren. Trotz des hohen internationalen Wettbewerbs ist das ein Zeichen für den Erfolg der Qualitäts­strategie”, sagt Petschar. Der zweitwichtigste Sektor ist die Palette der Flüssigmilchprodukte; auch hier gab es Steigerungen. Wichtigstes Importprodukt bleibt die Butter.

Der Großteil der Exporte, nämlich rd. 88%, wurden am EU- Binnenmarkt getätigt, während 12% in Drittländer erfolgten. Die Exporte in mittel- und osteuropäische Länder konnten von 21,4 Mio. € auf 26,7 Mio. € deutlich zulegen, während es bei den Importen von 9,2 Mio. auf 8,9 Mio. einen Rückgang gab.

Mehr Transparenz gefordert

Jeder zweite Liter Milch aus Österreich wird exportiert. Das bedeutet, dass jeder zweite heimische Milchbauernhof vom Export abhängt, sagt Petschar. Umso wichtiger sei es daher, dass für den Milchsektor gute Außenhandels- und Veterinärabkommen abgeschlossen werden, die den Zugang zu Absatzmärkten ermöglichen.

Importprodukte gelangen vor allem in die weiterverarbeitende Industrie und in die Eigenmarken des Lebensmittelhandels im Preiseinstieg, zumeist ohne Kennzeichnung der Herkunft und damit der unterschiedlichen Produktionsstandards. Hinsichtlich der Importe appelliert Petschar an die Verantwortung der weiterverarbeitenden Industrie und des Lebensmittelhandels nach Kennzeichnung der Herkunft und mehr Transparenz. (dp)

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