INDUSTRIAL TECHNOLOGY
© Knapp/Marija Kanizaj

Die Knapp-Vorstände Christian Grabner, Franz Mathi, Gerald Hofer sind zufrieden.

britta biron 12.06.2015

Ein sattes Umsatzplus

Knapp AG Branchenspezifische Logistik für Kunden aus Pharma, Fashion, Industrie, eCommerce und LEH

Heuer investiert der steirische Intralogistiker insgesamt 25 Mio. Euro in die weitere Expansion.

Hart bei Graz. Die Rahmenbedingungen mögen derzeit alles andere als günstig sein; dass man dennoch Erfolge einfahren kann, zeigt der steirische Intralogistik-Spezialist Knapp aber mehr als eindrucksvoll: Mit 466,3 Mio. € liegt der Umsatz des kürzlich abgelaufenen Wirtschaftsjahrs immerhin um 20% über jenem des Vorjahres, beim Gewinn konnte man mit 21 Mio. € einen neuen Rekord verzeichnen.

Innovation rechnet sich

„Alle Unternehmen der Gruppe haben planmäßig einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmens-erfolg geleistet”, erklärt Knapp-CEO Gerald Hofer.
Starke Zuwächse gab es etwa in der Pharmalogistik, einem Bereich, in dem Knapp bereits seit den 1970er-Jahren tätig ist; das Unternehmen bedient mittlerweile vom Hersteller bis zum Patienten die gesamte Supply Chain. Jüngste Neuheit sind hier Kommissionierautomaten für Apotheken sowie Pharmagroßhändler.
„Die vielen innovativen Lösungen werden zunehmend honoriert”, betont Knapp-COO Franz Mathi.
Branchenspezifische Logistik-Konzepte bringen aber auch in anderen Bereichen Erfolg, wie das Paletten-Kommissioniersystem Pick-it-Easy Move für den Lebensmittelhandel, das Low Complexity Warehouse und die Zero Defect-Lösungen für den eCommerce und die Adaptierung des automatischen Lagersystem OSR Shuttle für die Kartonlagerung von Fashion-Artikeln.
„Forschung und Entwicklung haben bei uns Tradition. Wir haben in diesem Jahr wieder rund 30 Millionen Euro in diesen Bereich investiert und den Mitarbeiterstand um 300 Personen erhöht”, so Knapp-CFO Christian Grabner.

Auf Wachstumskurs

Mit Ylog Industry Solutions, der jüngsten Knapp-Tochter, wird ein neues Marktsegment erfolgreich bearbeitet: die Industrie- und Produktionslogistik. Im ersten Geschäftsjahr wurde das freifahrende und flexible Ylog-Shuttle serienreif gemacht und ein Auftragseingang von 6 Mio. € erzielt.
Auch das neue Geschäftsjahr startet Knapp mit einem guten Auftragsstand. „Was Zukunftsprognosen angeht, sind wir immer vorsichtig”, so Grabner, dem etwa die zunehmende Schwäche Österreichs als Industriestandort Sorge bereitet: „Wir haben ein moderates Wachstum geplant und möchten weitere Marktanteile gewinnen”, meint Grabner. Die Standorte in der Steiermark werden weiter gefestigt, aber auch die globale Ausrichtung vorangetrieben, die für Kunden eine Investitionssicherheit bedeutet. „Wir werden weiterhin für Bewegung in der Intralogistik sorgen.”

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