INDUSTRIAL TECHNOLOGY
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Die OMV wird ihre Beteiligung an Borealis auf 75% aufstocken – der größte Deal in der Unternehmensgeschichte.

Redaktion 27.03.2020

Konzernehe stärkt Standort

Die mehrheitliche Übernahme des Petrochemie-Unternehmens ­Borealis durch den Mineralölkonzern OMV bringt positive Effekte.

SCHWECHAT. In der Vergangenheit musste die OMV mit der Planungsunsicherheit leben, nicht zu wissen, wie es mit ­Borealis weitergeht.

Jetzt habe man die Möglichkeit, Synergien zu heben und gesamtheitlich zu optimieren, sagt Thomas Gangl, OMV-Vorstandsdirektor für das Geschäftsfeld Raffinerie und Petrochemie.
Das reiche vom gemeinsamen Einkauf, über Abstimmungen in der Fahrweise der Anlagen bis zum wichtigen Zukunftsthema Kunststoff-Recycling. „Schwechat ist der richtige Standort, um hier ein Vorzeigemodell zu realisieren”, ist Gangl überzeugt.

Insgesamt 1.250 Mitarbeiter

In Schwechat betreibt die OMV eine Raffinerie, wo mit rund 700 Beschäftigten Benzin, Dieselkraftstoffe, Heizöl schwer, leicht und extraleicht produziert werden. Dazu kommen petrochemische Grundstoffe zur Herstellung von Kunst- und Farbstoffen, Arznei- und Waschmitteln sowie der Flugturbinenkraftstoff Kerosin. Die Raffinerie Schwechat deckt rund die Hälfte des Bedarfs an Mineralölprodukten in Österreich ab.

Borealis erzeugt am Standort Schwechat mit 550 Beschäftigten rund eine Mio. t Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) als Rohstoffe für die kunststoffverarbeitende Industrie pro Jahr. (pj)

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