INDUSTRIAL TECHNOLOGY
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Gläserne Ewigkeit Glasverpackungen können unendlich oft ohne Qualitätsverlust eingeschmolzen und neu geformt werden – Recycling vorausgesetzt.

Redaktion 14.04.2023

Zerbrechliches Gut

Über 80 Prozent des Marktvolumens an Einweg-Glasverpackungen werden hierzulande gesammelt und gehen an die Glasindustrie.

WIEN. Rund 270.000 t Altglas – oder ganz exakt: gebrauchte Glasverpackungen – wurden gemäß Austria Glas Recycling im Jahr 2022 als Rohstoff an die Glasindustrie geliefert. Rund 90% davon an die heimischen Werke der Vetropack Austria in Pöchlarn, Niederösterreich, und Kremsmünster, Oberösterreich, sowie der Stoelzle Oberglas im steirischen Köflach. Der Rest an grenznahe Glaswerke in Nachbarländern.Altglas sichert als Sekundärrohstoff die Produktion von neuen Glasverpackungen in Österreich. Hierzulande hergestellte gläserne Einweg- und Mehrweggebinde bestehen im Durchschnitt über alle Formen und Farben zu 2/3 aus Altglas.

Glas im Kreislauf

Harald Hauke, Geschäftsführer der Austria Glas Recycling, erklärt: „Ziel ist eine hohe Circular Material Use Rate, ein hoher Anteil an wiederverwendetem Material im Verhältnis zum gesamten Materialvolumen. Der Packstoff Glas ist sowohl für das 100prozentige stoffliche Recycling, das Einwegsystem, als auch die Wiederbefüllung, das Mehrwegsystem, bestens geeignet.” Das Material Glas bleibe bei beiden Prinzipien in dauerhafter Verwendung.

Der Nutzen von Glasrecycling ist beträchtlich: Je zehn Prozent Altglas bei der Neuproduktion reduzieren drei Prozent Energieverbrauch und sieben Prozent CO2-Emissionen. Die jährliche Einsparung an elektrischer Energie entspricht dem Jahresbedarf von rund 58.000 Haushalten und verringert den CO2-Footprint. Der hohe Einsatz von Altglas als Sekundärrohstoff anstelle von Primärrohstoffen spart jährlich über 250.000 t Rohstoffe und 260 Mio. kWh elektrische Energie. (hk)

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