MOBILITY BUSINESS
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Jürgen Zacharias 30.09.2016

Pariser Neuheiten

Von 1. bis 16. Oktober trifft sich die Automobilwelt zur großen Branchenschau in Paris. Im Fokus stehen auch heuer E-Autos.

••• Von Jürgen Zacharias

PARIS. Die Mondial de l'Automobile gehört zu den größten Automessen der Welt und steht heuer von 1. bis 16. Oktober ganz im Zeichen der wichtigsten Modellneuheiten des nächsten Jahres. Besonders in den Fokus drängt dabei heuer (einmal mehr) die Elektromobilität, die vor allem Opel vollends für sich entdeckt hat. Die Rüsselsheimer stellen in Paris mit dem Ampera-e ihr neuestes Stromer-Baby ins Rampenlicht und versprechen damit nichts weniger als eine „Revolution der Elektromobilität”.

Laut Angaben des deutschen Autobauers soll der Elektrowagen (bei dem es sich genau genommen um einen umgelabelten Chevrolet Bolt handelt) mit mehr als 400 Kilometer Reichweite die Konkurrenz deutlich überflügeln. Zudem ist der Motor mit 150 kW/204 PS relativ stark ausgelegt, die Höchstgeschwindigkeit soll bei 150 km/h liegen.

Deutsche beim E-Thema stark

Vermehrt auf Elektromobilität setzt auch smart. In Paris zeigen die Deutschen erstmals einen elektrisch angetriebenen Forfour. Den notwendigen Elektromotor stellt Kooperationspartner Renault, der das 90 PS-starke Triebwerk aktuell im Kleinwagen Zoe einsetzt.

Nach dem Dieselskandal ebenfalls verstärkt am Thema dran ist VW: Die Wolfsburger geben mit einer Studie einen Ausblick auf gleich fünf neue E-Modelle. Das Concept Car soll trotz kompakter Abmessungen Platz wie in der Mittelklasse bieten und über bis zu 600 Kilometer Reichweite verfügen – ein Serienstart sei ab 2019 denkbar.
In ähnlichen Dimensionen denkt auch Mercedes; das Unternehmen möchte in den kommenden vier Jahren mindestens vier E-Autos an den Start bringen. Das besondere daran: Mercedes will die Fahrzeuge unter einer eigenen Submarke führen; einen Ausblick darauf hat der Premiumhersteller für Paris versprochen, der Markenname dürfte gerüchteweise „EQ” heißen.

Neuheiten-Feuerwerk

Auch abseits des Elektrothemas tut sich in Paris jede Menge. So zeigt Audi die zweite Generation des A5 Sportback und den Q5, Lexus präsentiert sein UX Concept, und Mercedes das T-Modell seiner E-Klasse. Zudem geben die Deutschen mit dem Vision Van (s. unten) einen Ausblick auf die Transporterzukunft und haben mit der Roadster-Variante des Mercedes-AMG GT mit 350 kW/476 PS einen echten Hingucker im Gepäck.

BMW zeigt u.a. den 3er GT, den neuen 5er und die Studie zum neuen X2, Ferrari den LaFerrari Spider, Ford den Ka+, Lamborghini rückt den Huracan Superleggera ins Rampenlicht und Land Rover den neuen Discovery.
Citroën zeigt u.a. den C3, und Peugeot und Renault haben den neuen Clio und den neuen Grand Scenic im Gepäck.

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