MOBILITY BUSINESS
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Daimler, Opel, Volkswagen und Co. hadern weiterhin mit der coronabedingt unsicheren Geschäftsentwicklung.

Redaktion 15.01.2021

Triste Lage, guter Ausblick

Ifo-Umfrage: Deutsche Autoindustrie hadert mit der Wirtschaftslage, erwartet aber Verbesserung für die nächsten sechs Monate.

BERLIN. Die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer sind einer Umfrage zufolge Ende 2020 schlechter gelaufen: Im Dezember bewerteten sie ihre aktuelle Lage mit minus 5,4 Punkten, nach plus 5,0 Punkten im November, wie das Ifo-Institut zu seiner Konjunkturumfrage mitteilte.

Gleichzeitig erwarten die befragten Firmen für die nächsten sechs Monate aber eine Verbesserung der Situation: Der Wert für die Erwartungen stieg auf plus 10,1 Punkte, nach minus 1,6 Punkten im November. „Die Unternehmen spüren den neuerlichen Lockdown, sie setzen aber auf Nachholeffekte”, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

Unterschiedliche Entwicklung

Die Produktionserwartungen der Unternehmen stürzten ab, und zwar von minus 0,7 auf minus 20,6 Punkte. Die Export­erwartungen stiegen dagegen leicht von minus 4,0 auf minus 2,5. Die Zahl der Jobs dürfte weiter sinken – dieser Indikator gab auf minus 35,2 Punkte nach.

Der Indikator für die Nachfrage fiel geringfügig auf 8,8 Punkte, nach 13,3 im November. Der Auftragsbestand gegenüber dem Vormonat stieg marginal auf 7,1 Punkte, nach 5,9 im November. Der Bestand im Fertigwarenlager ist geringer als saisonüblich – der Indikator fiel leicht auf minus 5,7 Punkte. (red)

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