REAL:ESTATE
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In Österreich sollen mehr Wohnungen gebaut werden (oben: Darnautgasse, 1120 Wien).

PAUL CHRISTIAN JEZEK 18.03.2016

Der Aufschwung hält an

Das Bauvolumen in Europa wird nach der Trendwende 2014 auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Die aktuellsten Zahlen des europäischen Bauforschungsnetzwerks Euroconstruct stimmen für den Real Estate-Sektor zuversichtlich.

Demnach stieg die Bauleistung im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr real um immerhin 1,6%. Für heuer wird mit +3,0% ein noch deutlicherer Anstieg der Bauleistung erwartet. Besonders deutlich werde sich die Bauwirtschaft in Frankreich, in den Niederlanden und in Norwegen beleben.
In den osteuropäischen Ländern sind die Aussichten für Polen (Bauinvestitionen +7,4%) am besten. In Irland, Spanien und Portugal bewältigt der Sektor die Krise, wenn auch die Wachstumsraten die Verluste aus den Jahren 2008 und 2012 nicht ausgleichen.

Mehr Wohnbau

2016 wird u.a. aufgrund der Flüchtlingsströme mit einem temporären Anstieg der Wohnbauproduktion gerechnet – insbesondere in Deutschland, in den Niederlanden und den skandinavischen Ländern und wohl auch in Österreich und hier speziell in Wien (siehe medianet, No. 2026).

Da eine abgestimmte europäische Flüchtlingspolitik bisher fehlt, ist diese Prognose allerdings mit einigen Unsicherheiten behaftet.
2016 bis 2018 ist nach Einschätzung des Forschungsnetzwerks Euroconstruct der Tiefbau der Wachstumsmotor für das Bauwesen. Öffentliche Infrastrukturprojekte wurden in den letzten Jahren zurückgehalten und werden nun schrittweise umgesetzt; die stärksten Impulse gehen dabei von Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur sowie im Bereich der Energie- und Wasserwirtschaft aus.
Obwohl sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern, bleibt die Wirtschaftsleistung in Europa verhalten, was vor allem die Investitionen in den Nichtwohnbau dämpft, die besonders stark auf Konjunkturschwankungen reagieren. Entsprechend zurückhaltend ist diesbezüglich daher der Eurconstruct-Ausblick bis 2018.

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