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Frau handelt Karriere © Bipa

Eine von Bipa in Auftrag gegebene Umfrage zeigt auf, was sich Frauen vom Berufsleben in der Handelsbranche erwarten und welche Chancen sie sehen.

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Eine von Bipa in Auftrag gegebene Umfrage zeigt auf, was sich Frauen vom Berufsleben in der Handelsbranche erwarten und welche Chancen sie sehen.

05.02.2016

Frau handelt Karriere

Die Aufstiegschancen von Frauen im Handel sind besser als anderswo und vor allem „Wiedereinsteiger” haben besonders gute Karten.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. 99% „seiner” rund 4.000 Mitarbeiter sind weiblich. „Wir sehen es daher als unseren Auftrag, uns speziell mit den Lebenssituationen von Frauen zu beschäftigen”, beschreibt Bipa-Geschäftsführer Dietmar Gruber die Intention des „Bipa Arbeitsmarktradars 2015”, einer vom Beratungsunternehmen marketmind durchgeführten Erhebung.

„Als Marktführer in einer frauendominierten Branche unterstützt uns die Umfrage dabei, Themen zu identifizieren, bei denen wir noch stärker ansetzen und besser informieren müssen. Denn was viele nicht wissen: Die Karrierechancen für Frauen im Handel sind heute sehr gut. Daher wollen wir Frauen jeden Alters ermutigen und bestärken, sich zu bewerben – von der Berufs- über die Quer- bis zur Wiedereinsteigerin nach der Karenz.”

Die Radar-Kernaussagen

• Generell gute Jobchancen im Handel: Mehr als ein Drittel der Österreicherinnen ist davon überzeugt, dass in der Handelsbranche in den nächsten Jahren gute Jobchancen bestehen. Und: Jede vierte Österreicherin empfindet eine Karriere im Handel für Frauen als erstrebenswert.
• Einstieg ins Berufsleben über einen Job im Handel: Drei von zehn Frauen finden, dass der Einstieg ins Berufsleben über einen Job im Handel im Lebenslauf gut ankommt. Ein Drittel der jungen Frauen im Alter von 20 bis 29 ist der Meinung, dass ein Jobeinstieg über die Handelsbranche gute Karrieremöglichkeiten bietet.
• Ein Job im Handel als Karrieresprungbrett: Fast die Hälfte der Österreicherinnen glaubt daran, dass Frauen im Handel eine große Chance auf Weiterentwicklung haben – etwa von der Verkaufsmitarbeiterin zur Shopmanagerin oder von der Shopmanagerin zur Regionalleiterin.
• Wiedereinstieg leicht gemacht: Besonders gut taxieren die Befragten die Möglichkeit des Wiedereinstiegs nach der Karenz. Fast 60% bewerten die Chancen, nach der Karenz wieder ins Berufsleben einzusteigen, als gut; in den westlichen Bundesländern sind es sogar mehr als 60%.

Die Karrieremöglichkeiten nach dem Wiedereinstieg werden noch etwas skeptisch gesehen: Nur jede vierte Frau bewertet diese als gut. Mehr Optimismus ist bei den jungen Frauen vorhanden: Fast ein Drittel der 20- bis 29-Jährigen sieht gute Chancen, nach der Karenz Karriere im Handel zu machen.

Was Frauen im Job wollen

Für zwei von fünf Frauen steht die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben an erster Stelle. Weitere 25% der Österreicherinnen geben als wichtigsten Zufriedenheitsfaktor flexible Arbeitszeiten an. Auch die Chance zur Weiterentwicklung fällt für zahlreiche Frauen unter die Top Drei.

Die attraktivsten Aufgabenbereiche im Handel für 80% der Österreicherinnen: Drogerie & Beauty sowie Mode.

• Gekommen, um zu bleiben: Die große Mehrheit der Österreicherinnen gibt an, dem Unternehmen treu bleiben zu wollen, wenn dieses die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben ermöglicht.

Drei von fünf Österreicherinnen werden durch eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit sowie flexible Arbeitszeiten zu einem langfristigen Verbleib in der jeweiligen Firma motiviert. Auch Lob und Anerkennung sowie eine Tätigkeit, die den eigenen Fähig­keiten entspricht, sind für die Mehrheit der Österreicherinnen wichtig.
Während die 20- bis 29-Jährigen vor allem Chancen zur Weiterentwicklung und Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten überdurchschnittlich stark schätzen, sind die Begeisterungsfaktoren bei den 50- bis 59-Jährigen die Möglichkeit, individuelle Fähigkeiten einzusetzen und die Förderung von Eigeninitiative.

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