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Herber Einbruch © Panthermedia.net/Alla Serebrina

Die österreichischen Unternehmen haben im Vorjahr die Reisetätigkeit ihrer Mitarbeiter deutlich reduziert.

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Die österreichischen Unternehmen haben im Vorjahr die Reisetätigkeit ihrer Mitarbeiter deutlich reduziert.

Redaktion 12.03.2021

Herber Einbruch

2020 fanden um 40% weniger Geschäftsreisen als 2019 statt, bei den Flugreisen betrug das Minus sogar 74%.

WIEN. Dass die kürzlich von der Austrian Business Travel Association (abta) veröffentlichte Geschäftsreiseanalyse für 2019 sehr positiv ausfällt, ist ein schwacher Trost, denn das Corona-Jahr hat der Branche schwere Einbußen gebracht. Die Zahl der Geschäftsreisen sank um 40%, bei den Flugreisen lag das Minus sogar bei 74%, und zudem fiel der durchschnittliche Ticketpreis um zwölf Prozent auf 575 €. Für den Sommer 2021 erwarten die für die Studie befragten Reiseexperten allerdings wieder steigende Ticketpreise.

Reisebüros leiden durch …

Die abta hat die Geschäftsreiseanalyse auch zum Anlass genommen, einige strukturelle Branchenentwicklungen näher zu betrachten.

Sorgen bereitet den auf Businesskunden spezialisierten Reisebüros, dass Airlines den Direktvertrieb forcieren. Mit neuen Instrumenten, etwa dem „Continuous Pricing” (zusätzliche Tarifangebote zwischen den bestehenden Buchungsklassen) und weiterer Produktdifferenzierung werden Kunden auf die direkten digitalen Buchungskanäle gelenkt. Bedingt durch den härteren Wettbewerb durch die Coronakrise, gerät aber auch das auf Transaktionen beruhende klassische Geschäftsmodell der Travel Management Companies ins Wanken.

… Direkvertrieb der Airlines

Derzeit werden zwischen Airlines und Reisebüros zwei neue Ansätze besprochen. Der eine ist ein „Subscription”-Modell, mit dem eine bestimmte Auftragsmenge zu einem Pauschalpreis vereinbart wird; beim zweiten handelt es sich um eine „Network Access Fee”, bei der – ähnlich wie bei Mobilfunkverträgen – eine niedrige Grundgebühr pro Reisenden verrechnet wird, um den Basis-Service nutzen zu können. Buchungen oder Premium-Leistungen werden in diesem Modell gesondert verrechnet.

Peter Tolinger, Geschäftsführer der Verkehrsbüro Business Travel GmbH und Vorstandsmitglied der abta, ist zuversichtlich, dass man eine für beide Seiten positive Lösung findet: „Die Unternehmen, mit denen wir sprechen, sind durchaus aufgeschlossen für ein neues, kooperatives Modell, weil sie gerade in der Krise gemerkt haben, wie wichtig der persönliche Zugang zu Experten ist.” (bb)

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