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Regionales Tourismus-Satellitenkonto   © Bgld. Landesmedienservice

Tourismuslandesrat MMag. Alexander Petschnig und Hannes Anton, Geschäftsführer Burgenland Tourismus, präsentierten das Tourismus-Satellitenkonto.

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Tourismuslandesrat MMag. Alexander Petschnig und Hannes Anton, Geschäftsführer Burgenland Tourismus, präsentierten das Tourismus-Satellitenkonto.

Redaktion 18.12.2019

Regionales Tourismus-Satellitenkonto

In einer umfangreichen wissenschaftlichen Studie der Statistik Austria in Kooperation mit dem WIFO wurde die wirtschaftliche Bedeutung des burgenländischen Tourismus und dessen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung erfasst.

EISENSTADT. Die touristische Wertschöpfung bis 2022 zu steigern, so lautet die zentrale Zielsetzung der Tourismusstrategie 2022+, welche unter Tourismuslandesrat Alexander Petschnig ausgebarbeitet wurde. Zukünftig soll das Tourismus-Satellitenkonto die Entwicklung der Wertschöpfung im Burgenland überprüfen. Dadurch steht nun ein einheitliches Berechnungssystem zur Verfügung, welches europaweit anerkannt ist und wissenschaftlich national wie auch international einwandfreie Vergleichsmöglichkeiten bietet.

„Ankünfte und Nächtigungen sind wichtige Indikatoren für den Tourismus, letztendlich ist es aber die Wertschöpfung, die den Erfolg einer Tourismusdestination definiert“, erläutert Petschnig, der weiter ausführt: „In der nun vorliegenden Studie wird nun erstmalig aufgezeigt, wie erfolgreich sich der Tourismus im Burgenland entwickelt und welchen Stellenplatz er für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Burgenland einnimmt.“

Für 2017 belegen die vorliegenden Zahlen den Stellenwert des burgenländischen Tourismus. 1,602 Milliarden Euro wurden demnach aus dem touristischen Konsum generiert. Das sind 18,3% des burgenländischen Bruttoregionalprodukts. Mit 41,8% waren vor allem Tagesgäste die bestimmende Größe im burgenländischen Tourismus.

„Die direkt und indirekt Beschäftigten aus dem Bereich Tourismus werden 2017 mit 22.670 Beschäftigten angegeben. Gegenwärtig hängt jeder 5te burgenländische Arbeitsplatz direkt oder indirekt von der Tourismus- und Freizeitwirtschaft ab!“, betont Petschnig und weist auch auf die Potentiale in der Zukunft hin: „Für 2019 weisen die Hochrechnungen ein Plus von 3,8% auf über 24.000 beschäftigte in der Tourismus und Freizeitwirtschaft aus. Auch die Wertschöpfung soll bis 2019 um weitere 3,1% steigen. Gerade in Zeiten der viel diskutierten konjunkturellen Abschwächung bietet die Tourismuswirtschaft demnach sichere Arbeitsplätze und garantiert auch für die kommenden Jahre steigende Wertschöpfungen.“

Auch Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton sieht in der Implementierung des Tourismus-Satellitenkontos einen geeigneten Ansatz, um die monetäre Größenordnung der burgenländischen Tourismuswirtschaft zu erfassen und eine Basis für die Beobachtung der laufenden Entwicklung zu schaffen: „Die Tourismusstrategie Burgenland 2022+ sieht die Einführung des Tourismus-Satellitenkontos als oberstes Bewertungs- und Evaluierungstool vor. Für die Erstberechnung der Erstellung des Tourismus-Satellitenkontos wurde das Jahr 2017 herangezogen, die Ergebnisse sollen als Basis für die Folgejahre dienen.“

„Der burgenländische Tourismus in all seinen Facetten ist einer der wichtigsten Faktoren für die burgenländische Wirtschaft insgesamt, dessen mannigfaltigen positiven Auswirkungen viel stärker in das öffentliche Interesse gerückt werden müssen, um auch das Bewusstsein der Bevölkerung dafür zu sensibilisieren“, so Petschnig abschließend. (red)

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