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Wer bekommt den Zuschlag? © APA/Robert Jäger

Andere Sorgen Mehr noch als die Air Berlin macht AUA-Chef Kay Kratky der Kollektivvertrag zu schaffen; er sei zu unflexibel.

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Andere Sorgen Mehr noch als die Air Berlin macht AUA-Chef Kay Kratky der Kollektivvertrag zu schaffen; er sei zu unflexibel.

Redaktion 01.09.2017

Wer bekommt den Zuschlag?

Air Berlin steht zum Verkauf; Interessenten geben sich die Klinke in die Hand.

WIEN/BERLIN. Für die insolvente Air Berlin können Kaufinteressenten nach Unternehmensangaben noch bis 15. September Angebote abgeben. „Air Berlin wird den Investorenprozess zügig abschließen”, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Auch Niki Lauda hat sich in den vergangenen Tagen bereits zu Wort gemeldet: Er will einen Kauf der von ihm gegründeten Gesellschaft Niki, der österreichischen Air Berlin-Tochter, zumindest prüfen. Lauda hatte seine Airline „Niki” 2011 an die Deutschen verkauft.

Potenzielle Käufer

Als Interessenten für Teile der Fluggesellschaft gelten neben Lauda vor allem die Austrian Airlines-Mutter Lufthansa, der britische Billigfluganbieter ­EasyJet und die Thomas-Cook-Tochter Condor, aber auch Ryan Air. Die Lufthansa will demnach den größten Teil mit bis zu 90 der 140 Maschinen von Air Berlin samt Crews einschließlich Niki übernehmen.

Die Lufthansa gilt vor allem auch in der deutschen Politik als Favorit.

Zeitplan „extrem stramm”

Als Käufer ins Spiel gebracht hat sich auch der Nürnberger Unternehmer und Fluganbieter Hans Rudolf Wöhrl. Air Berlin-Chef Thomas Winkelmann hatte vergangene Woche erklärt, bis Ende September eine Lösung anzustreben, die Verhandlungen liefen unter Hochdruck. Experten geben allerdings zu bedenken, dass der Terminplan „extrem stramm” sei.

Die Insolvenz der deutschen Air Berlin dürfte keine Auswirkung darauf haben, dass die AUA bisher schon genutzte Air Berlin-Maschinen weiter fliegen lassen kann, hatte AUA-Chef Kay Kratky im Gespräch mit dem trend zuletzt angemerkt. Mehr noch als die Spekulationen zu potenziellen Käufern beschäftigt Kratky seit geraumer Zeit der Kollektivvertrag: Er forderte von der Gewerkschaft, sie müsse sich „dem Thema Arbeitszeitflexibilisierung endlich stellen”. (sb/red)

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