DOSSIERS
Editorial Die digitale Signatur
Herausgeber Oliver Jonke[o.jonke@medianet.at] 20.04.2018

Editorial Die digitale Signatur

Liebe Leserinnen und Leser!
Noch nie zuvor konnten Menschen privat und beruflich im In- und Ausland so viel unternehmen wie heute: Reisen, Wohnsitze ändern, Heiraten, Scheidungen, Immobilien erwerben, Geschäfte und verschiedene Transaktionen realisieren. Immer mehr, immer schneller – nicht immer sicherer.

Das sind viele gute Anlässe für langwierige Rechtsverfahren – ein Paradies für Anwaltskanzleien …
Generalversammlungs- oder Immobilieneigentümerbeschlüsse mit Teilnehmern aus unterschiedlichen Ländern können sich ebenfalls als Geduldsspiel entpuppen. Mussten Sie schon mal Rechtsansprüche im Ausland durchsetzen? Haben Sie Verfahren mit inländischen oder ausländischen Behörden auch schon mal als etwas zu langwierig erlebt? Es gäbe da noch viele Beispiele!
Mit der digitalen Signatur gibt es eine historische Chance, genau jene Spielregeln zu etablieren, die es ermöglichen, nicht nur mehr Transaktionen in immer größerer Geschwindigkeit durchzuführen, sondern diese auch so effizient und sicher wie nie zuvor zu gestalten.

Österreich first

Dass man dieses Feld nicht einfach globalen Konzernen überlassen darf, sondern am europäischen Markt Standards einführen muss, ist längstens schon erkannt worden. Die erste echte Initiative und die Kompetenzführerschaft zur Realisierung von europaweit einsetzbaren Lösungen in diesem Bereich liegt aber bei Michael Butz von der österreichischen A-Trust, der den „European Signature Dialogue” ins Leben rief und die Vereinigung „Associated European Trust Centers” gründete – wodurch A-Trust aus ganz Europa viel Aufmerksamkeit erhält. Das hier vorliegende Dossier wurde im Auftrag und in Abstimmung mit A-Trust erstellt und soll Einblick in die wichtigsten Aspekte zur digitalen Signatur geben.

Wir blicken einer Zeit entgegen, in der es hoffentlich möglich sein wird, bedenkenlos den Updates von Programmen zuzustimmen, weil diese AGB einheitliche europäische Vertragsbedingungen enthalten müssen und auf etwaige Abweichungen gesondert hingewiesen werden muss (womit diese AGB endlich tatsächlich lesbar und nachvollziehbar werden könnten). Wir werden in Zukunft wohl verstärkt Meetings mit Videoconferencing realisieren und gleich mit Handy-Signatur Beschlüsse bestätigen. Und wenn in Zukunft immer mehr Systeme und Verfahren auf die Authentifizierung von uns Nutzern ausgerichtet werden (statt auf Devices), werden wir wohl ebenfalls viel Zeit gewinnen.


Darauf freut sich mit Ihnen,Oliver Jonke

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