FINANCENET
Aufwertungschancen
10.04.2015

Aufwertungschancen

Swiss & Global Asset Management Schwellenländeranleihen bieten auch bei einem starken US-Dollar Chancen

Manager Enzo Puntillo: „Divergierende Geldpolitik führt zu heterogenen Marktbewegungen.”

Puntillo: „Polnische, chilenische und mexikanische Bonds und Währungen attraktiv”.

Wien. Die Stärke des US-Dollar hält an. Doch auch angesichts der anstehenden Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank Fed bieten ausgesuchte Schwellenländerwährungen immer noch gute Chancen. Diese Meinung vertritt Enzo Puntillo, Manager des Emerging Markets Opportunities Bond Fonds. „Es gibt immer noch einige günstig bewertete Währungen von Schwellenländern, deren Volkswirtschaften weltweit wettbewerbsfähig, produktiv und hinsichtlich der Branchenausrichtung ausgewogen sind”, sagt Puntillo. „Diese Währungen dürften langfristig weiter aufwerten.”

Differenziert agieren nötig

Das Auseinanderdriften von Gelpolitik und Konjunkturzyklen zwinge Anleger allerdings zu einem differenzierten Ansatz. Nach Einschätzung des Anlageexperten erfüllt vor allem Polen die Kriterien für eine positive Währungsentwicklung, aber auch Mexiko und Indien bewegen sich in eine vielversprechende Richtung. Unter den Schwellenländern, die zu den Rohstoffexporteuren zählen, gilt Chile für den Experten als Kandidat, dessen Währung in den kommenden Monaten anziehen könnte. Dafür spreche, dass sich das Leistungsbilanzdefizit des südamerikanischen Landes wieder in Richtung der Nulllinie bewegt, nachdem sich die Konjunktur abgekühlt und der chilenische Peso in der Folge stark abgewertet hat. Eine andere Strategie sei dagegen bei den Schwellenländern in Zentraleuropa gefragt: „In etlichen zentraleuropäischen Ländern zum Beispiel boomt die Wirtschaft, nachdem diese Länder Schulden abgebaut und sich neu ausgerichtet haben.” Dort setzt er schwerpunktmäßig auf Hartwährungen.

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