••• Reinhard Krémer
Eine aktuelle bank99-Umfrage unter 400 Personen anlässlich des Valentinstags zeigt: Die Mehrheit der Österreicher sprechen sehr offen mit ihrem Partner über Geld. 66% geben an, dass Geldthemen in ihrer Beziehung kein Tabuthema sind – bei Personen mit Matura sind es sogar 75%.
Doch trotz aller Offenheit: Bei rund jedem fünften Paar führen Finanzfragen regelmäßig zu Konflikten. Frauen berichten dabei häufiger von Diskussionen oder Streit (20%) als Männer (16% ).
Sechs von zehn Österreichern (64%) involvieren ihren Partner bei finanziellen Entscheidungen, wenn es einen konkreten Anlass gibt. 57% gehen noch einen Schritt weiter, indem sie sich regelmäßig über ihre Finanzen austauschen und diese auch gemeinsam planen. Die deutliche Mehrheit der Österreicher (85%) findet es (sehr) wichtig, dass jeder seine finanzielle Unabhängigkeit auch in einer Beziehung behält.
Vertrauen ist gut …
Bernhard Hohenegger, Vorstand Markt der bank99: „Geld ist in vielen Beziehungen nach wie vor ein sensibles Thema. Unsere Umfrage zeigt aber: Offene Kommunikation zahlt sich aus. Paare, die regelmäßig über ihre Finanzen sprechen, haben deutlich weniger Konflikte. Gerade zum Valentinstag wird klar: Es geht nicht darum, wie viel man ausgibt, sondern wie man gemeinsam mit Geld umgeht. Finanzielle Transparenz und gemeinsame Ziele schaffen Vertrauen – das ist eine gute Grundlage für eine stabile Beziehung.“
Trotz offener Gespräche über Geld organisieren die meisten Paare ihre Finanzen getrennt: Nur 28% haben ein gemeinsames Konto, während etwas mehr als die Hälfte (56%) keine gemeinsamen Konten führen und Kosten stattdessen systematisch oder spontan aufteilen.
Ältere teilen Konto eher
Die Umfrage der bank99 zeigt zudem deutliche Unterschiede nach Alter und Wohnort: Ältere Paare (über 49 Jahre) setzen am häufigsten auf ein gemeinsames Konto, während jüngere Paare (unter 30 Jahre) eher die Mischvariante bevorzugen – mit getrennten Konten für persönliche Ausgaben und einem gemeinsamen Konto für Fixkosten.
In Städten ist die systematische Aufteilung der Kosten oder die Aufteilung nach Einkommen beliebter, während in ländlichen Regionen häufiger spontan aufgeteilt wird oder nur ein gemeinsames Konto existiert. „So individuell wie Beziehungen ist auch die Aufteilung gemeinsamer Kosten. Ein Gemeinschaftskonto, wie auch wir es bei der bank99 an-bieten, kann dazu beitragen, Transparenz zu schaffen. So haben alle in einer Beziehung die Ausgaben im Blick“, erklärt Bernhard Hohenegger.
Geld macht attraktiv
Eine überraschend deutliche Mehrheit, nämlich drei Viertel der Befragten stimmen der Aussage „Geld macht sexy“ zu – ein finanziell unabhängiger Partner wird demnach als attraktiver empfunden. Finanzielle Stabilität wirkt vor allem auf Frauen (79%) anziehend, wobei auch die Mehrheit der Männer (67%) diese Ansicht teilt. Zwar gelten finanzielle Unabhängigkeit und gemeinsame finanzielle Ziele als wichtig, doch eine Beziehung ausschließlich wegen des Geldes aufrechtzuerhalten, lehnen die meisten ab (78%). Interessanterweise verschweigen Männer (33%) in ihrer Beziehung eher finanzielle Details als Frauen (26%).
Geld als Trennungsgrund
Unterschiedliche Einstellungen zum Geld – etwa starkes Sparverhalten oder ein hoher Konsum – werden als häufiger Trennungsgrund genannt. Die größte Herausforderung für Beziehungen in puncto Finanzen besteht darin, die Balance zwischen finanzieller Sicherheit und Lebensgenuss zu finden. Knapp acht von zehn Befragten (77%) geben an, dass unterschiedliche Einstellungen zu Geld eine Beziehung ernsthaft belasten.
Erlebnisse statt Geschenke
Passend zum Valentinstag zeigt die Umfrage: Gemeinsame Erlebnisse sind wichtiger als teure Geschenke. Die Mehrheit der Befragten legt mehr Wert auf Zeit zu zweit als auf materielle Dinge.
Jüngere Menschen (unter 30 Jahre) zeigen zwar deutlich stärkeres Interesse an materiellen Aspekten und gemeinsamen finanziellen Zielen als ältere Personen über 49 Jahre, aber auch hier überwiegt der Wunsch nach gemeinsamen Erfahrungen.
