Einhelliger Kurs
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Das Konzept für einen einheit­lichen Gesamtvertrag für die Ärzteschaft soll bis zum Sommer auf dem Tisch liegen.
HEALTH ECONOMY Redaktion 27.03.2026

Einhelliger Kurs

Ärztekammer und ÖGK nehmen einen neuen Anlauf für den Gesamtvertrag. Große Hürde: die Finanzierung.

••• Von Evelyn Holley-Spiess

WIEN. Allen Widrigkeiten zum Trotz zeigen sich Ärztekammer und Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) bemüht, ein Langzeitprojekt doch noch auf Schiene zu bringen: den österreichweiten Gesamtvertrag. Laut Ärztekammer-Vizepräsident Edgar Wutscher und dem aktuellen ÖGK-Vorsitzenden Peter McDonald soll noch bis zum Sommer ein Konzept vorliegen. In wesentlichen Punkten habe man sich bereits geeinigt, dennoch ist die Liste bis zum finalen Durchbruch noch lang. „Es gibt derzeit in den Bundesländern fast 200 regionale Abmachungen, die müssen noch abgearbeitet werden“, zeigt sich Wutscher insgesamt dennoch optimistisch. Es werde freilich noch länger dauern, bis die Leistungen letztlich tatsächlich gleich sind, auch ein einheitlicher Gesamtkatalog werde „noch länger verhandelt“ werden. Wutscher erwartet aber einen „vernünftigen Kompromiss“.

Gemeinsame Zielsetzung
ÖGK-Chef McDonald spricht in diesem Zusammenhang von einer neuen Vertrauensbasis und gemeinsamer Zielsetzung. Man habe „im Stillen“ begonnen, Arbeitsgruppen einzusetzen und bereits mehr als 1.000 Arbeitsstunden investiert. Und: Auch die Landeskammern seien in die Gespräche eingebunden. Der Rechnungshof hatte dem Gesundheitsministerium vor geraumer Zeit noch empfohlen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu ändern, dass etwa eine Zustimmung der einzelnen Landesärztekammern zu einem einheitlichen Gesamtvertrag entfallen würde.

Knackpunkt: Finanzierung
Ein wesentlicher Knackpunkt ist derzeit freilich noch offen: die Finanzierung. Am Schluss werde man natürlich auch über das Geld reden müssen, formuliert es McDonald. Dabei gilt es eine Balance zu finden zwischen demografischer Entwicklung, dem medizinischen Fortschritt und den damit verbundenen Kosten, die auf das Gesundheitssystem zukommen. Wobei die ÖGK schon jetzt unter massivem Spardruck steht. Erst zu Beginn des Monats hatte man deshalb einige Leistungen gekürzt und Selbstbehalte erhöht – darunter etwa Selbstbehalte bei Zahnersatz und Einschränkungen beim bezahlten Krankentransport.

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