HEALTH ECONOMY
Hilfe trotz Pandemie © AZ/MSD

Karin Storzer und Maher Najjar (beide AstraZeneca) sowie Andrea Kurz und Carina Schaupp (MSD) werben für Vorsorge.

© AZ/MSD

Karin Storzer und Maher Najjar (beide AstraZeneca) sowie Andrea Kurz und Carina Schaupp (MSD) werben für Vorsorge.

Redaktion 05.02.2021

Hilfe trotz Pandemie

Monatsschwerpunkt Krebs – Teil 1 Der Weltkrebstag am Donnerstag stand heuer im Zeichen der Corona-Pandemie.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. In Österreich erkranken jährlich etwa 42.000 Menschen an Krebs. Covid-19 stellt sowohl von Krebs betroffene Menschen als auch die behandelnden Ärzte vor große Herausforderungen. Auch der Weltkrebstag am 4. Februar 2021 stand ganz im Zeichen der Pandemie. In Österreich gab die Statistik Austria einen Überblick.

Jeder vierte Todesfall

Zum Jahresanfang 2019 lebten laut Statistik Austria 366.843 Personen mit einer Krebsdiagnose in Österreich. Die Zahl der Neuerkrankungen lag im Jahr 2018 bei 42.219. Bei etwa der Hälfte aller diagnostizierten Fälle waren Brust, Prostata, Darm oder Lunge betroffen. „Vor Corona waren Krebserkrankungen für jeden vierten Todesfall in Österreich verantwortlich”, berichtete Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Die häufigsten Todesursachen aufgrund einer Krebserkrankung waren Lungenkrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen”, hielt Thomas fest.

Die häufigsten Diagnosen waren bösartige Tumore der Brust bei Frauen (5.565 Fälle) und der Prostata bei Männern (6.018 Fälle), gefolgt von bösartigen Tumoren der Lunge (4.985 Fälle) und bösartigen Tumoren des Dickdarms bzw. Enddarms (4.563 Fälle). Auf Brustkrebs entfielen 2018 rund 29% der Neuerkrankungsfälle bei Frauen sowie 17% aller Krebssterbefälle. Damit war Brustkrebs bei Frauen auch die häufigste krebsbedingte Todes­ursache. Lungenkrebs stand 2018 mit 2.060 Fällen (11%) bei Frauen und 2.925 Fällen (13%) bei Männern jeweils an zweiter Stelle der Krebsneuerkrankungen. Mit etwa jedem fünften Krebssterbefall nahm Lungenkrebs bei Männern den ersten Rang unter den krebsbedingten Todesursachen ein. Sowohl das Erkrankungs- als auch das Sterberisiko an Lungenkrebs nahmen in den vergangenen Jahren bei Frauen stark zu.

Lebenserwartung steigt

Verstärktes Screening sowie verbesserte Diagnosemethoden tragen dazu bei, Krebserkrankungen vermehrt und frühzeitiger zu erkennen und erhöhen somit die Zahl der registrierten Neuerkrankungen. Nicht zuletzt verbessern sich aber auch die Überlebenswahrscheinlichkeiten. Das relative Fünf-Jahres-Überleben ist zuletzt auf 61% gestiegen.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL