Kassenreform: Neue Kritik
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Die Bundesregierung macht sich mit der Kassenreform auch innerhalb der eigenen Reihen nicht nur Freunde.
HEALTH ECONOMY Redaktion 14.12.2018

Kassenreform: Neue Kritik

Eine schwarze Ex-Landesrätin tritt von Kassenfunktionen zurück. In Niederösterreich protestieren GKK-Beschäftigte.

••• Von Martin Rümmele

WIEN/BREGENZ. Der Widerstand gegen die Reformpläne der Regierung und die Zusammenlegung der Krankenkassen nimmt zu – auch im Lager der Regierungsparteien. In Vorarlberg kündigte die ehemalige Soziallandesrätin Greti Schmid (ÖVP) an, dass sie aus Protest den Vorsitz und die weitere Mitarbeit im Beirat der Vorarlberger Gebietskrankenkasse zurücklegt. Sie wünscht sich ein regionales Modell mit mehr inhaltlichem und finanziellem Spielraum für die Bundesländer und eine Mitsprache der Pensionisten.

Schlechte Umfragewerte

In Kärnten wiederum lässt die SPÖ mit einer Umfrage aufhorchen, wonach 50% der ÖVP-Wähler und 51% der FPÖ-Anhänger damit rechnen, dass es durch die Reform zu Verschlechterungen für die Patienten kommen wird; in der SPÖ sind sogar 80% der Anhänger dieser Meinung.

In Niederösterreich kam es diese Woche zu Protesten innerhalb der Gebietskrankenkasse und einer Betriebsversammlung am Mittwoch. Der Betriebsrat ortet nicht nur Nachteile für Versicherte und Kunden, sondern auch für die Mitarbeiter. Der Kundenverkehr der NÖGKK – telefonisch wie auch persönlich – wurde eingestellt, Ambulatorien blieben geschlossen.

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