HEALTH ECONOMY
Kleine Chargen © Ludwig Schedl

Am Standort Wien investieren Pharmaunternehmen wie AOP Health kräftig und bauen auch Produktion und Verpackung aus.

© Ludwig Schedl

Am Standort Wien investieren Pharmaunternehmen wie AOP Health kräftig und bauen auch Produktion und Verpackung aus.

Redaktion 09.09.2022

Kleine Chargen

Pharmaunternehmen AOP Health stärkt Wiener Standort und nimmt eine neue Verpackungsanlage in Betrieb.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. AOP Health ist ein europäischer Pionier im Bereich Seltene Erkrankungen und Intensivmedizin und erforscht, entwickelt und vertreibt innovative Lösungen weltweit. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Wien verpackt ab sofort in Wien auch Arzneimittel: fünf für Seltene Erkrankungen und zwei für den Einsatz in der Intensivmedizin. Die Zertifizierung der Anlage durch die AGES erfolgte im Frühling dieses Jahres.

Wachsender Standort

„Eine eigene Verpackung in Wien ermöglicht es uns, in Zukunft und in Kooperation mit unseren Partnern noch rascher und effizienter auf dringenden Bedarf am pharmazeutischen Markt und in der Patientenversorgung zu reagieren. Ebenso wird Wien um ein verpackendes Pharmaunternehmen reicher und stärkt somit Österreich als stark wachsenden Standort im europäischen Vergleich”, so Christoph Reinwald, AOP Health-CTO.

Die Herausforderung: Während etwa der weltweit größte Insulinhersteller rund 600 Mio. Ampullen bzw. Phiolen pro Jahr produziert, werden bei AOP Health von manchen Therapien nur 5.000 Packungen pro Jahr benötigt. Denn AOP Health kümmert sich um Nischenindikationen im Bereich seltener und intensivmedizinischer Erkrankungen; die Produktionsmengen sind im Vergleich zu üblichen pharmazeutischen Herstellungen daher klein.
„Dennoch ist es uns ein Anliegen, die Versorgung der oftmals schwer kranken Patienten sicherzustellen. Der Aufbau einer eigenen Verpackung in Wien ist somit ein wichtiger und richtiger Schritt in diese Richtung”, erklärt Reinwald. Darüber hinaus sei es laut dem Experten notwendig, die Herstellung und Verpackung wieder zurück in den europäischen Raum zu bringen, um bei internationalen Lieferengpässen die Versorgung im Sinne der Patienten gewährleisten zu können.

Zusätzliche Jobs

Die Verpackungsanlage leistet nicht nur einen Beitrag zur Versorgungssicherheit, sondern bringt auch neue Arbeitsplätze am Wiener Standort: Zehn neue Beschäftigte werden bis Ende 2024 eingestellt, um die Kapazität der Anlage optimal ausnutzen zu können.

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