INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Autonome Güter © APA/EXPA/Johann Groder

Das Forschungsprojekt für Autonomes Fahren in Oberösterreich wird von der EU mit knapp drei Millionen Euro gefördert.

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Das Forschungsprojekt für Autonomes Fahren in Oberösterreich wird von der EU mit knapp drei Millionen Euro gefördert.

Redaktion 05.02.2021

Autonome Güter

Auf einer Teststrecke in Gunskirchen wird in den nächsten drei Jahren ein fahrerloser Elektro-Transporter getestet.

GUNSKIRCHEN. Autonomes Fahren muss bei jedem Wetter funktionieren und sicher sein.

In Oberösterreich wird nun auf einer Testregion autonomer Güterverkehr allwettertauglich realisiert. Das Forschungsprojekt „Award”, das von der Testregion DigiTrans GmbH geleitet wird, wird von der EU mit 2,85 Mio. € gefördert. Konkret geht es um eine Strecke von rund 600 m zwischen dem Logistikzentrum von DB Schenker Österreich und dem Motorenhersteller BRP-Rotax in Gunskirchen.
Wo jetzt noch mehrmals täglich ein klassischer Lkw verkehrt, soll bis 2023 ein fahrerloser Elektro-Transporter mit Testzulassung unterwegs sein – egal ob es regnet, schneit, sonnig oder nebelig ist. Die Herausforderung ist, dass die notwendigen Sensoren bei jedem Wetter funktionieren, damit Autonomes Fahren auch in jeder Situation sicher ist. Oberösterreich hat sich hier auf den Bereich Autonomer Gütertransport fokussiert.
„Wir sehen die Mitarbeit im „Award”-Projekt als Möglichkeit, unser Unternehmen für die Zukunft aufzustellen und die Innovationsregion Oberösterreich aktiv mitzugestalten”, betont Wolfgang Rapberger, General Manager von BRP-Rotax in Gunskirchen. „Durch den Einsatz eines fahrerlosen Elektro-Lkw erzielen wir langfristig eine Reduktion der CO2-Emissionen und erhöhen die Flexibilität im Produktionsprozess.”

Tests bei widrigem Wetter

Im Rahmen des Projekts rüstet DigiTrans auch ihre Teststrecke in St. Valentin massiv auf, um an verbesserten Sensoren forschen zu können. Künftig wird man mit einer in Europa einzigartigen Outdoor-Regenanlage unterschiedliche Niederschlagsmengen und Tropfengrößen real simulieren können.

Geplant ist auch eine Hub-Zone zum Testen von unterschiedlichen Logistikszenarien und Andockmanövern.
Ebenso sind inzwischen bereits einzelne Streckenabschnitte mit unterschiedlicher Fahrbahnbeschaffenheit sowie ein eigener Offroad-Bereich speziell für das Testen von rauen Fahrbahnbedingungen eingerichtet worden.

Wer aller mitmacht

Eingebunden sind Lkw-Hersteller, Zulieferer, Endanwender, Transport- und Logistikanbieter, Industrieunternehmen, Logistiker sowie Flughafen- und Hafenbetreiber.

Der von der oö. Standortagentur Business Upper Austria gegründete Verein DigiTrans ist aktuell an der GmbH mit zehn Prozent beteiligt; Engineering Center Steyr GmbH & Co KG, Hödlmayr International AG, Reform-Werke Bauer & Co GmbH, FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH, AIT Austrian Institute of Technology GmbH sowie LCM – Linz Center of Mechatronics GmbH halten jeweils 15% der Anteile. (pj)

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