INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Elektronik-Hotspot © Silicon Austria Labs/Isabella Preuer

SAL-Geschäftsführer Gerald Murauer und Heinz Mayer, Geschäftsführer der Joanneum Research  bei der Vorstellung „ihrer“ Kooperation.

© Silicon Austria Labs/Isabella Preuer

SAL-Geschäftsführer Gerald Murauer und Heinz Mayer, Geschäftsführer der Joanneum Research  bei der Vorstellung „ihrer“ Kooperation.

Helga Krémer 03.06.2022

Elektronik-Hotspot

Joanneum Research und Silicon Austria Labs schließen Kooperationsabkommen um Südösterreich europäisches Zentrum für Elektronik zu etablieren.

GRAZ. Die beiden außeruniversitären Forschungseinrichtungen Joanneum Research und Silicon Austria Labs (SAL), beide mit Hauptsitz in Graz und Standorten in Kärnten, haben eine Absichtserklärung über die Kooperation in den Bereichen Materialforschung und -entwicklung sowie Informationstechnologie unterzeichnet. Damit wollen sie weiter dazu beitragen, Südösterreich als europäisches Zentrum für Elektronik zu etablieren.

Von der Kooperation profitieren wird eine ganze Bandbreite an heimischen Betrieben, die sich mit Fertigung und Automatisierung beschäftigen, insbesondere die Elektro- und Elektronikindustrie. Die Länder Steiermark und Kärnten, die sowohl Gesellschafterinnen der Joanneum Research (Steiermark: 80,75%, Kärnten: 14,25%) als auch vom Spitzenforschungszentrum SAL sind (je 10%), wollen damit den Wirtschafts- und Technologiestandort Südösterreich noch weiter stärken, Arbeitsplätze schaffen und Fachkräfte anziehen.

Stimmen aus den Forschungseinrichtungen
„Mit der Etablierung von SAL wurde ein wesentlicher Schritt zur langfristigen Stärkung der europäischen Elektronikindustrie und des Standortes Österreich gesetzt und die Weichen für eine Stärkung der europäischen Unabhängigkeit in diesem Bereich gestellt. Gerade die letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig dieser Industriezweig für das Funktionieren der Wirtschaft und der Gesellschaft ist. Wir freuen uns auf eine fruchtbringende Zusammenarbeit mit den Expertinnen und Experten von SAL und die gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekte“, sagt Heinz Mayer, Geschäftsführer der Joanneum Research.

Auch SAL-Geschäftsführer Gerald Murauer blickt zuversichtlich auf die Kooperation: „Durch die Verstärkung der Zusammenarbeit mit der Joanneum Research können wir gemeinsame Forschungsprojekte in einem breiteren Themenspektrum synergetisch aufsetzen, wovon letztlich der gesamte Forschungsstandort profitiert. SAL verfügt über ausgezeichnete Infrastruktur und Spitzenkompetenzen in den Themenfeldern Sensorik und Embedded Systems, Joanneum Research ist mit den Forschungseinheiten ‚Digital‘ und ‚Materials‘ ausgezeichnet gerüstet. Ich bin überzeugt, dass diese Zusammenarbeit eine klare Win-Win-Situation schafft.“

Zusammenarbeit bei Materialforschung und Informationstechnologie
Die Absichtserklärung betrifft die Forschungsbereiche Materialien und Informationstechnologie und damit je zwei Forschungseinheiten von SAL und Joanneum Research:

Joanneum Research forscht am Institut für Oberflächentechnologien und Photonik („Materials“) in Weiz, Niklasdorf und Pinkafeld unter anderem an Mikro- und Nanostrukturierungstechnologien, optischen Technologien sowie Laser- und Plasmatechnologien und am Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien („Digital“) in Graz an multisensoriellen Systemen und Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI).

SAL verfügt am Standort Villach über eine ausgezeichnete Infrastruktur im Bereich Sensorik und widmet sich unter anderem dem Entwurf, der Modellierung und Co-Simulation von mikro- und nanoelektromechanischen Komponenten (kurz MEMS-/NEMS-Komponenten), während sich ein Team in Graz im Forschungsleuchtturm Embedded Systems (eingebettete Systeme) Themen an der Schnittstelle zwischen Hard- und Software widmet, unter anderem vertrauenswürdige KI. (hk)

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